Ein Bagger schaufelt Kies.
©Kzenon – stock.adobe.com
©Kzenon – stock.adobe.com
Wirtschaft

Zech-Kies darf in der Schesa wieder Kies abbauen

Der Schesa-Murbruch in Bürserberg ist der größte Murbruch Europas und gilt als wichtiger Bestandteil für die Rohstoffsicherung des Landes. Die Firma Zech-Kies gewinnt dort Kies und Sand, doch der Murbruch hat zuletzt wegen Kapazitätsproblemen mehrere Monate fast durchgehend zusperren müssen. Die Probleme sind mittlerweile aber behoben.

Das Problem in der Schesa ist, dass der Schlammanteil im Kies sehr hoch ist. Das Becken, in dem dieser Schlamm nach dem Abbau gelagert werden soll, hätte schon längst erweitert werden müssen. Deshalb hat die Bezirkshauptmannschaft den Betrieb des Werks in den vergangenen sechs Monaten fast durchgehend untersagt. Aus diesem Grund musste die Firma Zech verstärkt Kies importieren, bestätigt Geschäftsführer Christof Wirth. Inzwischen sei es aber gelungen, die Kapazitäten zu erhöhen. Für die kommenden Jahre sei wieder Platz genug.

Konjunktureinbruch noch nicht spürbar, aber befürchtet

Seniorgeschäftsführer Herbert Zech hat die Geschäftsführung in allen Bereichen zurückgelegt und zieht sich schrittweise aus dem operativen Bereich zurück, sagt Wirth. Den Konjunktureinbruch spüre man noch nicht, allerdings würden erste große Kunden schon andeuten, dass Projekte verschoben werden könnten. Wirth rechnet damit, dass die Baukonjunktur im Herbst oder spätestens im kommenden Jahr zurückgeht. Das sei aber gar nicht so schlimm, denn die Baubranche sei sowieso leicht überhitzt und mit den vergangenen Jahren sei man zufrieden gewesen.

Rohstoffsituation verschlechtert sich

Angesprochen auf die Rohstoffsituation im Land verweist Wirth auf die sogenannte Kies-Studie des Landes aus dem Jahr 2018. Darin wird errechnet, dass die regionale Versorgung weiter zurückgeht. Diese Langzeitprognose sei bereits eingetreten, sagt Wirth. Das liege zum einen an der Baubranche selbst, weil viel gebaut wird und dadurch auch viel Kies benötigt wird. Es liege aber auch daran, dass Genehmigungen für weitere Kiesabbau-Werke sehr lange dauern, sagt Wirth. Es sei sehr kompliziert, neue Projekte einzureichen. Zudem sei nicht klar, wie lange der Rhomberg-Steinbruch in Hohenems noch betrieben wird. Und in Altach könne die Firma Kopf nicht anfangen, obwohl schon eine Genehmigung vorhanden ist.