Rekkitz im Gras
Vorarlberger Jägerschaft
Vorarlberger Jägerschaft
Tiere

Rehkitze vor dem Mähtod bewahren

Im Mai beginnen viele Landwirte mit dem ersten Grasschnitt, das kann aber zu einer großen Gefahr für Rehkitze werden, die sich gerne im hohen Gras verstecken. Für die Landwirte gibt es mehrere Möglichkeiten, um die Tiere vor dem Mähtod zu schützen.

Die Wiese ist normalerweise das ideale Versteck für das Kitz vor Fressfeinden. Bei Gefahr ducken sie sich und bleiben reglos liegen. Wird die Wiese aber mit großen Mähwerken gemäht, kann diese Strategie den Tieren aber zum Verhängnis werden.

Es gibt verschiedene Methoden, um die Rehe zu schützen: Zum Beispiel mit einem „Kitzretter“. Das Gerät, das auf einem Stock in ca. eineinhalb Meter Höhe befestigt wird, gibt regelmäßig Licht und Tonsignale ab. Dies wird von den Tieren als unangenehm wahrgenommen. Die Geißen verlassen dann das Feld und bringen die Kitze an einem anderen Ort in Sicherheit. Die Vorarlberger Jägerschaft hat mit den Kitzrettern inzwischen gute Erfahrungen gemacht. Aber auch eine selbstgebaute Scheuche kann ähnliches bewirken (z.B. Pflock mit Plastiksack).

Jäger unterstützen bei Kitzretter-Einsatz

Jäger unterstützen Landwirte beim Kitzretter-Einsatz: Sie wissen wie weit die Geißen schon sind, können unter Umständen auch mit Drohnen behilflich sein oder das Feld mit einem Jagdhund im vorhinein abgehen.

Fotostrecke mit 3 Bildern

Drohne
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Jägerschaft und Landwirte wollen die Rehkitze gemeinsam vor dem Mähtod bewahren. Dabei kommen nun auch Drohnen zum Einsatz.
Drohnenbilder
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Drohnen-Aufnahme mit der ein Rehkitz gefunden wurde
Rekkitz im Gras
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Rehe verstecken ihre Jungtiere im hohen Gras – damit sind sie vor gut Fressfeinden geschützt. Die Mähmaschinen werden ihnen dagegen zum Verhängnis.

Grasbüschel gegen menschlichen Geruch

Wer ein Rehkitz in der Wiese findet, muss darauf achten, dass der menschliche Geruch nicht auf das Kitz übertragen wird. Die Geiß nimmt das Junge dann nicht mehr an. Grasbüschel eigenen sich für die Bergung vor Ort besonders gut.

Richtiger Grasschnitt kann helfen

Auch die richtige Mähtechnik kann helfen: Wird der Schnitt von innen nach außen gemacht, gibt es ausreichend Fluchtmöglichkeiten für die Wildtiere. Die herkömmliche Methode – am Feld- oder Wiesenrand beginnend – treibt die Tiere nach innen, wo sie dem Mähwerk zum Opfer fallen können. Auch das Anmähen der Felder am Vorabend zeigt Wirkung, da die Rehgeißen diese Flächen mit den Kitzen meiden, heißt es von der Landwirtschaftskammer.