Pistole in Holster an der Hüfte
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Chronik

Tödlicher Schuss war gerechtfertigt

Die Ermittlungen gegen einen Vorarlberger Polizisten, der im August vergangenen Jahres während eines Einsatzes einen mit einem Messer bewaffneten Mann erschossen hatte, sind eingestellt worden.

Der Waffengebrauch habe sich als gerechtfertigt erwiesen, begründete Heinz Rusch, Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, am Freitag gegenüber der APA. Zu einer Anklage gegen den Polizisten kommt es demnach nicht. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft nicht.

Polizisten mit Messer angegriffen

Zu der tödlichen Schussabgabe kam es am 29. August 2021 bei einem Haus in Dornbirn, als die Beamten gegen 12.30 Uhr wegen einer von Nachbarn gemeldeten Lärmbelästigung einschreiten wollten. Ein 39-jährige Mann ging dabei in einem Stiegenhaus mit einem Messer auf die Beamten los, daraufhin zog einer der beiden Polizisten die Dienstwaffe und schoss zweimal auf den Mann. Dieser starb trotz Reanimationsversuchen noch an Ort und Stelle.

Ermittlungen durch LKA Tirol

Das Kriseninterventionsteam stand im Einsatz, auch die beteiligten Polizisten mussten psychologisch betreut werden. Die Untersuchungen führten, wie in solchen Fällen üblich, Ermittler aus einem anderen Bundesland, im konkreten Fall jene des Landeskriminalamts Tirol.