Der neue Regionalzug ÖBB Cityjet TALENT3 des Herstellers Bombardier.
Marko Mestrovic
Marko Mestrovic
Verkehr

Stornierte Züge: Schlichtungsverfahren läuft

Zwischen Zughersteller Alstom und den ÖBB hat im März ein Schlichtungsverfahren begonnen. Es dreht sich um den stornierten Kaufvertrag des Zugs „Talent 3“ für Vorarlberg und Tirol. Die ÖBB verlangen Vertragsstrafen in Millionenhöhe. Umgekehrt gibt es Forderungen von Alstom.

Das Schlichtungsverfahren zwischen Alstom und den ÖBB hat im März begonnen. Dabei geht es um 46 Züge der Marke Talent 3, die von den ÖBB damals noch bei Bombardier bestellt worden sind. Diese Bestellung ist im August des Vorjahrs storniert worden. Jetzt wird verhandelt, was dieses Storno bedeutet. Die ÖBB verlangen Vertragsstrafen in Millionenhöhe, weil der Liefertermin ja nicht eingehalten worden ist. Umgekehrt gibt es auch Forderungen von Alstom, weil der Vertrag eben storniert worden ist. Bis zum Abschluss des Verfahrens möchten sich aber weder die ÖBB noch Alstom weiter äußern.

21 Garnituren fertig, aber nicht zugelassen

Die 21 Garnituren für Vorarlberg sind eigentlich fertig. Sie stehen derzeit beim Alstom-Werk in der Nähe von Berlin. Zugelassen waren die Züge für Vorarlberg wegen der Software aber nie. Alstom will nun Ersatzkäufer finden.

Siemens-Züge als Ersatz

In Vorarlberg wird zukünftig der „Desiro ML“ der Firma Siemens im Einsatz sein. Ziel ist es, dass die ersten Garnituren heuer im Dezember geliefert werden. Wie beim „Talent 3“ sollen sie mehr Platz für Menschen und Fahrräder bieten. Die Zulassung dürfte da eher kein Problem sein. Im Gegensatz zum „Talent 3“ ist der „Desiro ML“ kein neuer Zugtyp, sondern europaweit schon im Einsatz.

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Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
So werden die neuen Züge von Siemens aussehen
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB
Desiro ML
Philipp Horak/ÖBB

Siemens: Liefertermin soll halten

Der Liefertermin soll laut Siemens halten. Die globalen Lieferbedingungen seien zwar herausfordernd. Für die Vorarlberger Züge sei es aber gelungen, die Lieferketten zu sichern. Sollte sich die Lage nicht zuspitzen, dürften die Züge also nach Terminplan übergeben werden können, heißt es aus dem Konzern. Die ersten Wagenkästen sind noch im Rohbau. Der Innenausbau beginnt dann im Sommer.