FFP2-Maske am Asphalt
ORF.at/Georg Hummer
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Coronavirus

Sammelboxen für gebrauchte FFP2-Masken

Ein Unternehmen aus Vorarlberg, das selbst Hersteller von FFP2-Masken ist, hat laut eigenen Angaben nun ein Rückgabe- und Sammelsystem für FFP2-Masken eingeführt. In Zukunft seien österreichweit Sammelboxen geplant.

FFP2-Masken sind ein Schutz gegen das Coronavirus und nachdem sie grundsätzlich ein Einmalprodukt sind, steigen die Mengen weggeworfener Masken stetig an. Die in Vorarlberg ansässige Grabher-Group GmbH will nun ein Rückgabe- und Sammelsystem einführen. Die ersten Boxen, in die man die gebrauchten Masken werfen kann, stehen bereits in Lustenau.

Masken-Sammelboxen

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Millionen FFP2-Masken benützt und weggeworfen worden. Dabei könnte man das Material doch recyceln. Das hat sich auch der Lustenauer Maskenproduzent Grabher gedacht und jetzt ein Sammel- und Wiederverwertungs-System auf die Beine gestellt.

Ziel ist das Recycling für neue Produkte wie etwa ölabsorbierende Textilien, das mit dem Kooperationspartner, der OMV-Tochter Borealis angegangen werden soll. Die Gesichtsmasken, die von Grabher in Österreich hergestellt werden, bestehen bereits aus dem laut den Angaben vollständig recycelbarem Meltblown-Polypropylen (PP) von Borealis.

FFP2-Masken recyceln Granulat
Grabher Group

Wiederverwertbar als Füllmaterial für Kissen

In naher Zukunft soll das System auf ganz Österreich ausgeweitet werden, geplant sind eindeutig gekennzeichnete Sammelboxen, in die alle Arten von Gesichtsmasken eingeworfen werden können. Nach dem Sortieren, Waschen, Sterilisieren und Trocknen wird das Material als Füllmaterial für Kissen und Ölabsorptionsanwendungen verwendet. Derzeit werde zudem ein Verfahren entwickelt, das die Masken zu Granulat verarbeitet, welches wiederum im Meltblown-Verfahren zu absorbierenden Textilien weiterverarbeitet werden kann. Diese recycelten Gewebe können zum Binden von Öl – z. B. nach einem Ölunfall – oder anderer Flüssigkeiten verwendet werden.

„Wir sind stolz darauf, dass wir insbesondere zu Beginn der Pandemie in Österreich so schnell auf den dringenden Bedarf an PSA und FFP2-Masken reagieren konnten“, erklärt Günter Grabher, Geschäftsführer der Grabher Group. „Mittlerweile können wir uns darüber freuen, dass unsere Sammel- und Recyclinginitiative weiterhin zahlreiche andere Interessenten anzieht, wie beispielsweise die OMV, einen großen Lebensmitteleinzelhandelskonzern oder auch mehrere große Krankenhäuser“.