Freeride World Tour Max Hitzig
APA/FREERIDE WORLD TOUR/DOM DAHER
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Sport

Vorarlberger Max Hitzig siegt auf der Freeride-Tour

Der Vorarlberger Freerider Max Hitzig überraschte bei seinem Debüt auf der World-Tour der Ski-Freerider und holte sich auf Anhieb den Sieg. Der 19-Jährige erwischte beim Event in Fieberbrunn einen perfekten ersten Lauf und ist damit der erste österreichische Fieberbrunn-Ski-Sieger seit 2011.

Der Start am ausgesetzten Gipfelgrat, 600 Höhenmeter darunter das Ziel. Dazwischen fast senkrechte Hänge, Klippen und angsteinflößende Felsen. Freeriden ist die purste Form des Skifahrens und Snowboardens, die World-Tour ihre Champions League und Fieberbrunn ihr Mekka. 2022 war der Tiroler Ort mit dem Wildseeloder erstmals auch Teil der FWT-Finals, bei denen die Weltmeister gekürt werden. Überraschungssieger bei den Skifahrern wurde am Montag aber Debütant Max Hitzig.

Freeride World Tour Max Hitzig
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Auf der Qualifying-Tour für Fieberbrunn qualifiziert

Der mit 19 Jahren jüngste Starter hatte bis drei Wochen davor überhaupt noch keinen Freeride-Contest bestritten. Auf der Qualifying-Tour überzeugte der Vorarlberger dann aber auf Anhieb, gewann einen Vierstern-Event und qualifizierte sich damit nicht nur für die nächstjährige World-Tour sondern ergatterte auch eine Fieberbrunn-Wildcard. Dort legte der Rookie aus St. Gallenkirch am Montag gleich im ersten Lauf eine Punkteanzahl vor, an die keiner der Tour-Routiniers mehr herankam. Hitzig ist der erste österreichische Fieberbrunn-Ski-Sieger seit Stefan Häusl 2011.

Freeride World Tour Max Hitzig
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Mama sagte: „Das wird dein Jahr“

„Das habe ich mir wirklich nicht gedacht“, staunte der Sohn eines Bergführers, der seit seinem zweiten Lebensjahr auf Ski steht und bevorzugt im Gebiet Silvretta Montafon mit seinem Bruder trainiert. Seine Ausbildung zum Elektrotechniker hat er jüngst auf Eis gelegt, um sich aufs Skifahren zu konzentrieren. In Fieberbrunn ließ Hitzig u.a. auch den neuseeländischen Olympiastarter Finn Bilous hinter sich und rundete einen Erfolgswinter für Vorarlberg ab. „Meine Mama hat mein Horoskop gelesen und gesagt, das wird dein Jahr. Offenbar war es das für alle Vorarlberger“, sagte der Landsmann der Olympiasieger Johannes Strolz und Alessandro Hämmerle lachend.