Coronavirus COVID-19 Test Probe
ORF Vorarlberg
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Coronavirus

Primar Offner zweifelt an Teststrategie

In Vorarlberg werden täglich rund 7.000 freiwillige PCR-Tests ausgewertet. Das sorgt jetzt für Diskussionen. Angesichts des milderen Verlaufes bei einer Ansteckung mit der Omikron-Variante bei dreifach Geimpften sollte man über die Teststrategie nachdenken, findet Felix Offner, Leiter der Pathologischen Abteilung am Landeskrankenhaus Feldkirch.

Rund 7.000 Menschen in Vorarlberg machen jeden Tag freiwillig einen PCR-Test. Seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie sind in Vorarlberg insgesamt über 870.000 PCR-Tests durchgeführt worden.

Primar Felix Offner, Leiter der Pathologischen Abteilung am Landeskrankenhaus Feldkirch, sieht diese Entwicklung im Zusammenhang mit der sehr ansteckenden, aber im Verlauf milderen Omikron-Variante skeptisch: „Ich denke, dass wir derzeit zu viel testen, wenn wir die Gefährlichkeit der Krankheit betrachten. Wir haben ja alle mit einer Riesenwelle gerechnet, die auch da ist, jetzt hat sich aber gezeigt, dass die Krankheit doch sehr harmlos ist.“

Leiter der Pathologie am LKH Feldkirch Felix Offner
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Primar Felix Offner sieht Teststrategie kritisch

Land hält an Teststrategie fest

Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) hält dennoch an der Teststrategie fest. Dass dreifach Geimpfte mildere Krankheitsverläufe haben, ist eine gute Nachricht: „Nichtdestotrotz ist es wichtig, die Infizierten zu erkennen. Gerade auch Menschen ohne Symptome erkennen wir durch das Testen und können damit Infektionsketten unterbinden.“

Mobiles Testlabor in Dornbirn in Vollbetrieb

In Dornbirn gibt es mittlerweile ein eigenes Auswertungslabor, es läuft ab sofort im Vollbetrieb und schafft pro Tag bis zu 10.000 Tests. Die Test-Strategie, die in Österreich äußerst intensiv ist, wird unterdessen aber immer öfter hinterfragt.