Impfpass wird abgestempelt
APA/EXPA/Johann Groder
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Politik

Booster-Impfungen ab 12 Jahren möglich

In Vorarlberg sind Booster-Impfungen für 12- bis 17-Jährige seit dem Wochenende möglich. Damit folge man der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG), so Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP). In Vorarlberg sind 53 Prozent der Jugendlichen ab 12 Jahren vollimmunisiert.

Auf der Online-Plattform des Landes können sich 12- bis 17-Jährige bereits seit dem Wochenende für eine dritte Impfung registrieren. Die Drittimpfung ist vom Nationalen Impfgremium ab dem sechsten Monat nach der Zweitimpfung empfohlen worden.

Mit Blick auf die sich weiter ausbreitende Omikron-Variante ruft die zuständige Gesundheitsreferentin eindringlich zur raschen Impfschutz-Erneuerung auf. Wer die Auffrischungsimpfung in Anspruch nehme, verbessere den persönlichen Schutz vor einer Infektion deutlich, so Rüscher. Das treffe laut ersten Daten auch auf Omikron zu.

Mehr als die Hälfte vollimmunisiert

In Österreich waren mit Stand Ende November bereits 55 Prozent der Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren gegen Covid-19 vollimmunisiert, also doppelt geimpft bzw. genesen und einmal geimpft. Ende September waren es erst 43 Prozent. Auch bei den Studierenden gab es bei einer bereits hohen Impfquote noch eine leichte Steigerung auf 86 Prozent, zeigen am Dienstag veröffentlichte Daten der Statistik Austria.

Impfquote steigt mit dem Alter

In den Schulen gilt weiter: Je älter die Schüler, umso mehr Jugendliche sind geimpft: In der Sekundarstufe 1 sind demnach 37 Prozent der Schüler ab 12 geimpft (Mittelschule: 30, AHS-Unterstufe: 49), in der Sekundarstufe unterdessen 64 Prozent. Allerdings gibt es auch bei den Älteren je nach Schultyp große Unterschiede.

So liegt der Anteil in der AHS-Oberstufe bei 72 Prozent und in den Berufsbildenden höheren Schulen (BHS) bei 66 Prozent, in den Berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) inklusive Polytechnischer Schulen hingegen nur bei 52 Prozent. Berufsschüler sind zu 62 Prozent immunisiert. Relativ gering ist die Impfquote unter Sonderschülern mit 40 Prozent.

53 Prozent in Vorarlberg

Nach Bundesländern ist der Wert im Burgenland mit 65 Prozent am höchsten, gefolgt von Niederösterreich (61), Wien (59), Tirol (57), der Steiermark (54) und Vorarlberg (53). Die niedrigsten Schüler-Impfquoten finden sich in Oberösterreich (45), Kärnten (46) und Salzburg (50).

Für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wurde die Impfung erst mit Ende November zugelassen, für diese wurden noch keine Daten aus der Verknüpfung von Schulstatistik und Nationalem Impfregister vorgelegt. Mit Mitte Dezember waren allerdings laut Gesundheitsministerium bereits mehr als 85.000 Kinder gegen Covid-19 geimpft. Zum Vergleich: Von den Vorschulklassen bis zur 2. Klasse Mittelschule bzw. AHS gibt es rund 530.000 Schülerinnen und Schüler.

Impfquote an Hochschulen gestiegen

Noch einmal leicht gestiegen ist die Impfquote bei den Studierenden zwischen Ende Oktober (84 Prozent) und Ende November (86). Etwas höher sind die Zahlen nach wie vor an den öffentlichen Unis und Fachhochschulen (86 Prozent), an den Pädagogischen Hochschulen (PH) sind es 85 Prozent, an den Privatunis 81. Männer sind etwas häufiger geimpft als ihre weiblichen Mitstudierenden (87 gegenüber 85 Prozent)

Nach Bundesländern ist bei den Studentinnen und Studenten die Impfquote in Wien und Niederösterreich am höchsten (87), knapp gefolgt von der Steiermark und Tirol (jeweils 86) sowie Vorarlberg und dem Burgenland (je 85). Schlusslicht ist Kärnten (80) knapp vor Salzburg (81) und Oberösterreich (83).