Kultur

Juppe ist nun Immaterielles Kulturerbe

Die Herstellung der Bregenzerwälder Juppe und das Tragen der Frauentracht ist in das Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen worden. Die Tracht zeichnet sich auch durch ihre aufwendige Anfertigung aus.

Unter dem Begriff „Immaterielles Kulturerbe“ werden weltweit seit 2003 vielfältige gelebte Traditionen im Rahmen des „UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ dokumentiert und geschützt.

Seit 2010 führt die Österreichische UNESCO-Kommission das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich. Elf Elemente wurden mit 4. November neu in das Nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Damit sind nun 147 Traditionen im österreichischen Verzeichnis gelistet.

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Juppe
APA/BARBARA GINDL
Juppe
Christian Kerber
Juppe
Christian Kerber
Juppe
Christian Kerber
 Juppe
Christian Kerber
Juppe
Johannes Fink

Anfertigung durch heimische Handwerker

Neu in diesem Verzeichnis ist nun die Herstellung der Bregenzerwälder Juppen und das Tragen der Frauentracht. Mit Juppe wird im Bregenzerwald eine für die Region typische traditionelle Frauentracht bezeichnet, die in mehreren Varianten getragen wird. Ihr Kernstück ist ein gefälteltes, ristlang gearbeitetes Kurzmiederkleid, dessen Rock einen rechteckigen Grundschnitt aufweist und mitunter aus regional erzeugtem Glanzleinen besteht.

Zudem zeichnet sie sich die Tracht durch ihre wertvolle Ausstattung aus. Alle Teile werden von heimischen Handwerkerinnen und Handwerkern in kleinen Werkstätten angefertigt.