CoV-Gurgeltest
APA/GEORG HOCHMUTH
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Coronavirus

PCR-Wohnzimmertests ab November

Das Land Vorarlberg passt die Corona-Teststrategie für den Herbst und Winter an. Ab November soll es auch PCR-Wohnzimmertests geben, sagte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) am Mittwoch. Und zwei Impfzentren werden wieder hochgefahren.

Damit die Zahl an Coronavirus-Infektionen auch im bevorstehenden Winter auf einem niedrigen Niveau bleibt, muss in Vorarlberg weiterhin getestet und vor allem geimpft werden. Die Strategie dafür haben Land, Ärztekammer und Apothekerkammer am Mittwoch vorgestellt.

PCR-Wohnzimmertests ab November

Das Land Vorarlberg passt die CoV-Teststrategie für den Herbst und Winter an. Ab November soll es auch PCR-Wohnzimmertests geben, sagte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) am Mittwoch. Und zwei Impfzentren werden wieder hochgefahren.

So funktionieren die
PCR-Wohnzimmertests:
Zuerst muss man sich im Internet anmelden. Dort bekommt man einen Code, mit dem ein Test-Set in jeder Apotheke abgeholt werden kann. Zuhause muss man dann einen Gurgeltest machen. Das Ganze muss man mit dem Handy auf Video aufnehmen und wieder zur Apotheke bringen. Innerhalb eines Tages gibt es dann das Ergebnis.

Dass das Land seine Teststrategie umstellt, hat mehrere Gründe. Der Bund gibt mit Ende Oktober keine Gratis-Wohnzimmer-Antigentests mehr aus, dann werden nur noch die im Land vorhandenen Vorräte aufgebraucht. Außerdem verlieren Wohnzimmertests ihre Gültigkeit, sobald österreichweit mit 300 Betten eine Auslastung von 15 Prozent der für Covid-Patienten zur Verfügung stehenden Intensivbetten erreicht ist.

Maximal zwölf Gurgeltests pro Monat

Im November sind dann auch die genaueren PCR-Wohnzimmertests verfügbar. Diese Gurgeltests können in begrenzter Anzahl in den Apotheken abgeholt und zur Analyse dort auch wieder abgegeben werden. Die Ergebnisse sollen innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Das Testergebnis kann, wie bei den Antigen-Wohnzimmertests, mit einem QR-Code ins System des Landes eingetragen werden.

Um zu verhindern, dass die PCR-Tests gehortet werden, kann man maximal zwölf Stück pro Monat holen. In Wien werden diese Tests schon seit einiger Zeit verwendet – und das laut Landesrätin Rüscher ohne Probleme. Die Anmeldung für die PCR-Tests im Internet ist ab Anfang November möglich.

Wieder Impfzentren in Bregenz und Nenzing

Die Impfquote in Vorarlberg liegt derzeit bei 61 Prozent. Das Land fährt die Impfzentren in Bregenz und Nenzing wieder hoch. Es gibt weiterhin Angebote mit und ohne Anmeldung. Mit den Auffrischungsimpfungen wurde auch schon begonnen. Um Sicherheit zu kommen, müssten 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, sagen die Experten.

Für den Impfkoordinator der Vorarlberger Ärztekammer, Robert Spiegel, ist es unverständlich, dass Vorarlberg die 80-Prozent-Marke nicht erreicht. Am geringsten sei die Impfbereitschaft in der Altersgruppe der 15- bis 35-Jährigen. Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Weihnachtszeit rät Spiegel allen Betroffenen, sich impfen zu lassen. „Wir kommen wieder in diese Zeiten hinein, die einfach dann gefährlich sein werden“, so der Impfkoordinator.