Claudia nach der Angelobung im EU-Parlament
Claudia Gamon/Facebook
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Politik

Gamon sieht im deutschen Führungswechsel Chancen

Deutschland wählt heute einen neuen Bundestag. Diese Wahl läutet den Abschied von Langzeit-Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der Politik ein. Die Vorarlbergerin Claudia Gamon, die für NEOS im EU-Parlament sitzt, sagt: Angela Merkel habe vor allem auf Beständigkeit geachtet. Dies sei während der Flüchtlingskrise wichtig gewesen, habe aber auch gebremst.

Claudia Gamon sieht Angela Merkel in vielen Belangen als eine klassisch konservative Politikerin. „In dem Sinne, dass sie gerade was die europäische Politik betrifft, nie einen sonderlich großen Reformwillen an den Tag gelegt hat“, so die Vorarlberger EU-Politikerin zu Merkel.

Wenn überhaupt habe das in den letzten Jahren nur Emanuel Macron vorangetrieben. Angela Merkel sei in diesem Bereich immer sehr zurückhaltend, wenn nicht stark bremsend gewesen.

Europäische Union weiterentwickeln

Deshalb sieht Gamon im Führungswechsel Potenzial für Deutschland. Vor allem gäbe es so die Möglichkeit, dass die europäische Machtzentrale Deutschland und Frankreich auch einmal die Aufgabe übernähmen, die europäische Union weiter zu entwickeln.

Auch in der Zusammenarbeit mit Frankreich gehe es nicht um Freundschaften, sondern um Politik, so Gamon. Emanuel Macron sei hier Profi genug, egal mit welchem deutschen Spitzenkandidaten, gemeinsame Ziele umzusetzen.