Coronavirus

Je jünger, desto höher die 7-Tage-Inzidenz

Die 7-Tage-Inzidenz in Vorarlberg liegt derzeit bei 109 und damit über dem österreichischen Schnitt von 92. Betrachtet man die Altersgruppen, dann gibt es deutliche Unterschiede: Je jünger, desto höher die Inzidenz.

7-Tage-Inzidenz
Die 7-Tage-Inzidenz bildet laborbestätigte Fälle pro 100.000 Einwohner der letzten sieben Tage ab.

Am Dienstag waren in Vorarlberg 600 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 109. Nach Altersgruppen betrachtet, zeigte sich die Inzidenz aber stark unterschiedlich. So erreichte sie bei den 65- bis 74-Jährigen den Wert 16,3, bei den 15- bis 19-Jährigen hingegen die Marke von 269,2.

Auch daraus sei ersichtlich, wie gut die Impfung schütze, betonte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) bei Pressefoyer am Dienstag. „Die Impfung ist die einzige wirksame Strategie gegen die Pandemie“, so der Landeshauptmann. Gerade auch weil es für die Jüngsten keine Impfung gebe, sei Solidarität in Form einer Impfung gefragt.

Belegung der Intensivbetten ausschlaggebend

Im Vorgehen gegen die Pandemie wolle sich Vorarlberg in erster Linie weiter an der Belegung der Intensivbetten orientieren. Am Dienstag wurden vier CoV-Patienten auf einer Vorarlberger Intensivstation betreut, dazu kamen 16 Personen auf den Normalstationen. Zwölf der Hospitalisierten waren nicht gegen das Virus geimpft. Von einer Überforderung des Systems sei Vorarlberg aktuell weit entfernt, unterstrich Wallner.

80 Prozent der 71- bis-80-Jährigen geimpft

Bis Dienstag waren in Vorarlberg 244.534 Menschen – 61 Prozent der Wohnbevölkerung – einmal geimpft, 232.814 (58 Prozent) galten als vollimmunisiert. Während in der Gruppe der 71- bis-80-Jährigen knapp 80 Prozent der Bürger geimpft sei, so liege die Impfquote bei den 21- bis 30-Jährigen bei knapp über 60 Prozent, sagte Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. „In diesen 20 Prozentpunkten spielt es sich ab“, hielt Grabher fest. So falle auch der Altersdurchschnitt der hospitalisierten Corona-Patienten kontinuierlich.

Ebenso warnte der Landessanitätsdirektor vor Reisen ohne Impfschutz. „32 Prozent der akuten Fälle in Vorarlberg sind reiseassoziiert“, so Grabher. Ohne Impfung zu reisen sei derzeit „ein Lotteriespiel mit relativ schlechten Karten“.