Handy in Hand
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Chronik

600 Vorarlberger auf Paket-SMS hereingefallen

Die Polizei warnt vor betrügerischen Kurznachrichten zur Paketverfolgung. Die SMS kommen angeblich vom Paketzustelldienst DHL und sollen über ein ankommendes Paket informieren. Dahinter verbirgt sich aber der Link zu einer Schadsoftware. Laut AK gibt es bereits 600 Betroffene in Vorarlberg.

Zahlreiche Menschen in ganz Österreich erhielten derartige SMS mit der Nachricht, dass ein Paket für sie bereit liege. Ein Klick auf einen Link verspricht mehr Details zur Lieferung. Wer dann aber auf den Link klickt oder die App herunterlädt, macht den Weg frei für eine Schadsoftware. Die Trojaner greifen dann auf Passwörter und Kreditkartendaten zu.

AK verzeichnet täglich Anfragen

Konsumentenschützer Paul Rusching von der Arbeiterkammer (AK) Vorarlberg sagt, dass sich derzeit täglich viele Betroffene melden, die darüber berichten, dass zum Beispiel plötzlich Geld abgebucht worden sei. Er rät, auf keinen Fall die App herunterzuladen und auch nicht auf den Link in der SMS zu klicken.

Eine Zusammenstellung von mehreren SMS-Nachrichten
Watchlist Internet
So sehen die SMS aus, die derzeit in ganz Österreich verschickt werden.

Hat man das dennoch gemacht, dann empfiehlt Rusching, das Handy auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. So könne verhindert werden, dass die Schadsoftware weiterarbeitet. Das bedeute aber wohl auch, dass alles, was in der Cloud gesichert ist, unter Umständen nicht mehr heruntergeladen werden kann, weil man sich damit vielleicht auch den Trojaner wieder aufs Handy holt.

Rusching spricht von einem „teuflischen Ding“. In seiner ganzen Berufslaufbahn habe er so einen Virus noch nicht erlebt. Die Folgen seien derzeit noch gar nicht abschätzbar.

Es gibt bereits eine neue Masche

Die Betrüger lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen. Derzeit werden Nachrichten verschickt, dass unter einem Internet-Link eine vermeintliche Sprachnachricht abzurufen wäre. Aber auch dabei handelt es sich um Schad-Software, die dann zum Beispiel Online-Bank-Daten auf dem Handy ausliest oder Nachrichten auf kostenpflichtige Nummern verschickt. Die Polizei rät, solche Links gar nicht zu öffnen und die Nachricht zu löschen – mehr dazu in Polizei warnt vor Betrug per SMS (vorarlberg.ORF.at).