Polizist mit einer Bodycam
APA/HELMUT FOHRINGER
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Chronik

Polizei setzt verstärkt auf Bodycams

Die kleinen Kameras, die vorn am Körper gut sichtbar getragen werden und Einsätze aufzeichnen, werden seit zwei Jahren auch in Vorarlberg verwendet, aber noch nicht flächendeckend. Künftig soll aber jeder Polizeiposten über mindestens eine dieser Kameras verfügen. Die Erfahrung zeigt: Bodycams dokumentieren nicht nur, sie deeskalieren auch.

Die insgesamt 24 Geräte sind zurzeit auf mehrere Standorte im Land verteilt, vor allem auf die Städte und größeren Gemeinden. „Geplant ist jedoch, dass künftig jeder Polizeiposten mindestens eine Bodycam erhalten soll,“ so Polizeisprecher Horst Spitzhofer.

Die Polizei hat nämlich neben der Beweissicherung einen weiteren, wichtigen Effekt festgestellt: Die Kameras wirken bei Konflikten deeskalierend, so Spitzhofer: „Wer gefilmt wird, der beruhigt sich schneller.“

Eine Bodycam in Betrieb
APA/dpa/Federico Gambarini
Die Bodycam wird vorn am Körper gut sichtbar getragen

Verwendung wird immer angekündigt

Eingeschaltet wird die Bodycam nur, wenn ein Polizist einen Befehl erteilen oder Gewalt anwenden muss. In so einem Fall muss er die Verwendung der Bodycam zuerst ankündigen und sie dann auch einschalten.

Das aufgezeichnete Material kann weder an Ort und Stelle angeschaut, noch direkt gelöscht werden. Die Daten werden nämlich auf einen Server des Innenministeriums überspielt. Dort bleiben die Videoaufnahmen in der Regel höchstens ein halbes Jahr lang gespeichert.