Schülerparlament
ORF Vorarlberg
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Bildung

Schüler fühlen sich alleine gelassen

Einmal im Semester ist gesetzlich vorgesehen, dass sich Vertreterinnen und Vertreter der Sekundarschulen – also der Schultypen AHS, BHS und Berufsschulen – treffen, um über bildungspolitische Anliegen zu diskutieren. Am Donnerstag fand bereits das zweite Treffen in diesem Semester statt.

Corona-bedingt haben die 65 Schülerinnen- und Schülervertreter der Sekundarschulstufen im Land am Donnerstag nicht im Plenarsaal des Landtags sondern im Landestheater in Bregenz Platz genommen. Vier Vertreter aus jedem Schultyp bilden am Podium die zwölf Köpfe umfassende LandesschülerInnenvertretung.

Für Maximilian Kubesch, den Landesschulsprecher der AHS, wäre es jetzt wichtig, mehr auf Schulpsychologie zu setzen um den mentalen Problemen der Schülerinnen und Schüler Gehör zu verschaffen.

Praktikas kommen derzeit zu kurz

Bei den Berufsbildenen Höheren Schulen kommen derzeit Praxisfächer und Praktikas in Betrieben zu kurz. Dadurch werden praktische Abschlussprüfungen zum Stolperstein. Für Anika Wakolbinger, Landesschulsprecherin der BHS, eine schwierige Situation. Sie hofft dabei auf Unterstützung der Politik.

Die Schüler der Berufsschulen fühlen sich von der Politik komplett alleine gelassen. „Berufsschulen werden komischerweise immer außen vorgelassen, obwohl sie ein wichtiger Teil der Wirtschaft sind“, kritisiert der Landesschulsprecher der Berufsschulen, Roni Hoti.

Viel Diskussionsstoff

Ein großes Anliegen sei die modulare Oberstufe gewesen. Dabei können sich die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Unterrichtsfächer selber aussuchen. Auch Anti-Diskriminierungsfortbildungen für Lehrpersonen wurden diskutiert, erklärt Kubesch.

Über die abgestimmten Anträge berichten die Schülervertreter nun in den Bildungsausschüssen des Landtages, der diese in die Landtagsarbeit einfließen lässt.