Schild Zimmer Rooms
ORF.at/Georg Hummer
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Chronik

Zuschüsse nun für alle Privatvermieter

Nach einem Jahr Pandemie bekommen nun alle Privatzimmervermieter finanzielle Unterstützung – unabhängig von der Anzahl der Betten oder dem Wohnsitz der Vermieter. Isabella Bischofberger, Obfrau des Vorarlberger Privatvermieterverbandes, kann aber die Ungleichbehandlung im Vergleich zu Hotels nicht verstehen.

Wegen der Coronavirus-Pandemie haben Hotels, Ferienwohnungen und Privatvermieter seit November geschlossen – nur wenige Geschäftsreisende dürfen übernachten. Während die Hotels vom Bund schon lange die Umsatzeinbußen teilweise ersetzt bekommen, gingen viele Privatvermieter leer aus. Das ändert sich jetzt nach mehr als einem Jahr Pandemie.

Während einige Privatvermieter bereits Unterstützung bekamen, wird der Zuschuss nun für alle Privatvermieter gezahlt. Das sind 15 Prozent des Umsatzausfalls seit November – für den heurigen März und April wird dieser Bonus verdoppelt. Die Förderungen sind nun unter anderem nicht mehr an die Bettenanzahl oder den Wohnsitz des Vermieters geknöpft. Der Zuschuss kann ab Montag beantragt werden. In Vorarlberg bekamen bis jetzt rund 50 Prozent der Privatvermieter teilweise ihre Umsatzeinbußen ersetzt.

Verband: Dringend notwendige Hilfe

Die Zuschüsse seien eine dringend notwendige Hilfe, sagt Isabella Bischofberger, Obfrau des Privatvermieterverbandes Vorarlberg. Aber so froh die Vermieter über die Unterstützung sind – sie fühlen sich ungleich behandelt. Große Hotels haben von der Regierung schneller und mehr Geld bekommen – hier hat es etwa für den November des vergangenen Jahres 80 Prozent Umsatzersatz gegeben.

Diese Ungleichbehandlung können die Privatvermieter nicht verstehen, zumal sie eine wichtige Säule für den Tourismus sind – auf sie entfällt rund ein Drittel aller Nächtigungen in Vorarlberg. Zu der Gruppe der Provatvermieter zählen etwa auch Landwirte, die auf ihrem Bauernhof eine ferienwohnung vermieten.