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CoV-Demo: Polizei setzt auf Dialog

In Dornbirn haben am Montag 250 Personen an einer Coronavirus-Demo teilgenommen. Die Kundgebung ist friedlich verlaufen. Von Seiten der Polizei heißt es, dass man ein sehr gutes Gesprächsklima mit den Organisatoren hat. Auch diese sagen, dass sie die Polizei als Partner sehen.

Bei den Demos sind meistens die selben Teilnehmer dabei, die von Stadt zu Stadt ziehen, so Polizei-Pressesprecher Rainer Fitz. In Vorarlberg hat es bisher mehr als ein Dutzend Coronavirus-Demonstrationen gegeben. Zweimal – in Bregenz und in Bludenz – hat es kleinere Zwischenfälle und einige Anzeigen gegeben.

Die entscheidende Rolle der Redner

Entscheidend für eine mögliche Eskalation seien die Auftritte der Redner, betont Fitz. Wenn ein Redner Öl ins Feuer gießt und die Leute gegen die Polizei anstachelt, kommt es zu Problemen. Das sei aber seit den Vorfällen in Bregenz und Bludenz nicht mehr der Fall gewesen. Die Polizei redet im Vorfeld einer Demonstration mit den Veranstaltern, dass sie auf die Beiträge und die Art und Weise der Redner beruhigend einwirken sollen.

Von Seiten der Veranstalter heißt es sogar, das man gewisse Redner nicht mehr eingeladen hat, weil sie rhetorisch zu aggressiv gewesen sind. „Wir sehen die Polizei als Partner, der es uns ermöglicht, unsere Meinung kundzutun“, sagt Demo-Veranstalter Mario Nesensohn.

Sicherheit bei Corona-Demos

In St. Gallen wurde nach den Ausschreitungen in der Nacht auf Samstag einmal mehr zu Gewalt aufgerufen. Diesmal blieb es aber ruhig. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Doch wie sicher sind die Corona-Demos in Vorarlberg und welche Lehren zieht die Polizei aus der Krawallnacht?

Ausschreitungen in St. Gallen

Anders als in Vorarlberg sieht die Lage in der benachbarten Schweizer Stadt St. Gallen aus. Bei Ausschreitungen am Freitagabend sind nach Angaben der Polizei zwei Personen verletzt worden, 21 wurden vorübergehend festgenommen. Hunderte Jugendliche protestierten gegen staatliche CoV-Beschränkungen, dabei wurden Polizisten mit Molotow-Cocktails beworfen. Die Polizei reagierte mit Gummischrot und Reizgas – mehr dazu in 21 Festnahmen nach Krawallen in St. Gallen.