Ärztin zieht Corona-Impfstoff auf
APA/BARBARA GINDL
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Coronavirus

Impftempo in Vorarlberg wird erhöht

Die CoV-Impfungen im Land nehmen langsam an Fahrt auf. Bereits am Ostermontag wird wieder geimpft. Bis Ende der Woche sollen weitere 18.000 Menschen in Vorarlberg ihre Spritze erhalten.

Fünf Impfstraßen werden eingerichtet – in Dornbirn und Bregenz, Nenzing, Hirschegg sowie Bezau. Immunisiert sollen erneut Menschen über 65 Jahren werden, priorisiert nach Alter und gesundheitlichen Risiken, sowie Patientinnen und Patienten mit sehr hohem Risiko. Impfeinladungen haben außerdem Pädagoginnen und Pädagogen erhalten. Geimpft wird jeden Tag bis zum kommenden Sonntag.

Biontech-Pfizer liefert verlässlich

Die Erhöhung des Impftempos ist vor allem dem Pharmaunternehmen Biontech-Pfizer zu verdanken. Der Hersteller hält seit Wochen seine Liefer-Zusagen ein und hat jetzt auch noch deutlich mehr Wirkstoff geschickt als bisher. Daher können an die 18.000 Menschen in Vorarlberg in der kommenden Woche geimpft werden, sagt Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) – das sind fast doppelt so viel wie in den Wochen zuvor.

Moderna und AstraZeneca kommen eher zögerlich

Die Impfstoffe von Moderna und AstraZeneca kommen im Moment noch vergleichsweise spärlich und zum Teil unregelmäßig nach Vorarlberg, bedauert Rüscher. Ab Ende des Monats sollte dann auch noch ein vierter Impfstoff angeliefert werden, jener von Johnson und Johnson. Ob und wann das russische Vakzin Sputnik V verfügbar sein wird, steht noch nicht fest.

Dennoch rechnet Rüscher damit, dass ab jetzt das Impf-Tempo in Vorarlberg weiter erhöht werden kann und dass auch in den nächsten Wochen wesentlich mehr Menschen gegen das Coronavirus immunisiert werden können als bisher. Bis Ostersonntag sind in Vorarlberg bereits mehr als 60.000 Menschen zumindest das erste Mal gegen CoV geimpft worden. Das sind 18 Prozent aller Impf-Berechtigten im Land.

Appell: Pünktlich erscheinen

Um lästige Wartezeiten vor den Impfstraßen zu vermeiden, erneuern die Impfteams ihren dringenden Appell, pünktlich und nicht viel zu früh zum Impftermin zu erscheinen. Damit vor Ort ein reibungsloser und zügiger Ablauf sichergestellt ist, wird außerdem um eine gute administrative Vorbereitung gebeten, d.h. den vollständig ausgefüllten Aufklärungsbogen sowie alle weiteren Unterlagen (Ausweis, Impfpass, gegebenenfalls Medikamentenliste) griffbereit zu halten.

Weiterhin kostenloses Impfangebot

Impfbereite Vorarlbergerinnen und Vorarlberger können sich auch weiterhin unterwww.vorarlberg.at/vorarlbergimpft für eine kostenlose und freiwillige CoV-Schutzimpfung registrieren. Wer keinen Internetzugang und keine E-Mail-Adresse besitzt, wird gebeten, sich an Familienangehörige oder Bekannte zu wenden, die behilflich sein können. Wer auch diese Möglichkeit nicht hat, kann sich über die Impf-Hotline 0800 201 361 telefonisch melden und erhält Unterstützung bei der Vormerkung. Sobald Impftermine verfügbar sind, erhalten Vorgemerkte eine Benachrichtigung mit der Einladung, einen individuellen Zeitpunkt für eine Impfung zu vereinbaren.