Aufgeschlagenes Buch am Berg mit Blick in die Berge
Hanno Mackowitz
Hanno Mackowitz
Kultur

„Literaricum“: Gipfeltreffen der Literatur

Neben dem „Philosophicum“ will der Urlauber-Hotspot Lech jetzt auch mit dem Literaturfest „Literaricum“ kulturinteressierte Besucher locken. Das „Literaricum Lech“ soll ein Gipfeltreffen der Literatur werden, das keine Rücksicht auf aktuelle Verlagsprogramme nimmt.

Die Premiere des neuen Literatur-Festes am Arlberg soll vom 8. bis 10. Juli über die Bühne gehen – fast 25 Jahre, nachdem dort das Philosophicum Lech aus der Taufe gehoben wurde. Das neue Literaricum will sich gänzlich von gängigen Veranstaltungen unterscheiden.

Meisterwerke der Literatur

Das neue Festival hebt sich schon deshalb ab, weil es keine Rücksicht auf aktuelle Programme von Verlagen und saisonale Buch-Sensationen nimmt. Im Mittelpunkt steht immer nur ein Meisterwerk der Weltliteratur. Zum Auftakt ist es der satirische Roman „Simplicissimus“ von Hans Jakob von Grimmelshausen, entstanden im 17. Jahrhundert.

Vorgestellt wird dieser vom deutsch-österreichischen Autor Daniel Kehlmann. Er versetzt in seinem Roman „Tyll“ die Hauptfigur mitten in den Dreißigjährigen Krieg. Tyll durchläuft – ähnlich wie einst der einfältige Simplicius – die unterschiedlichsten Stationen und schlüpft in diverse Rollen: als Soldat, als Narr im Tierkostüm, in Frauenverkleidung. Im Anschluss an Kehlmanns Eröffnungsrede spricht Organisatorin Nicola Steiner mit dem Autor darüber, was die Faszination an diesem Klassiker der Weltliteratur ausmacht.

Literatur-Gespräche, Sach- und Fachdiskussionen sollen den Zugang zum Geschriebenen erleichtern. Beraten wird die schweizerisch-deutsche Kultur-Journalistin Steiner dabei von den Vorarlberger Schriftstellern Michael Köhlmeier und Raoul Schrott.