Gastgarten in Vorarlberg
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Coronavirus

Vorarlberg sperrt heute Gastronomie auf

Vorarlberg sperrt als einziges Bundesland ab heute die Gastronomie unter Auflagen auf. Auch Veranstaltungen sind wieder erlaubt. Vorarlberg dient damit als Modellregion. Grund für die regionale Öffnung ist der niedrige Inzidenz-Wert, der in Vorarlberg bei unter 70 liegt.

Erste Öffnungsschritte gibt es ab heute in der Gastronomie, im Veranstaltungsbereich, beim Nachwuchssport und in der Selbsthilfe.

Die Gastronomie darf ab heute sowohl in geschlossenen Räumen, als auch im Freien wieder öffnen. Die Gäste brauchen einen gültigen Antigen- oder PCR-Test, der nicht älter als 48 bzw. 72 Stunden ist, und sie müssen registriert werden.

Pro Tisch dürfen maximal vier Personen Platz nehmen oder alle Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Der Abstand zwischen den Tischen muss zwei Meter betragen, und die Sperrstunde bleibt vorerst bei 20.00 Uhr, da die allgemein gültigen Ausgangsbeschränkungen in ganz Österreich aufrecht bleiben. Für den Besuch im Gasthaus muss ein negativer PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorgewiesen werden.

30 Prozent sperren auf

Nur 30 Prozent der Vorarlberger Gastronomiebetriebe sperren laut der jüngsten Umfrage der Wirtschaftskammer Vorarlberg ihre Türen am Montag auf. Jene Betriebe, die geschlossen halten wollen, gaben vor allem fehlende Wirtschaftlichkeit als Grund an. Auch der Zwei-Meter-Abstand und die frühe Sperrstunde schreckten viele ab – mehr dazu in Viele Gastro-Betriebe öffnen am Montag nicht (vorarlberg.ORF.at).

Veranstaltungen unter Auflagen

Veranstaltungen sind ab heute sowohl drinnen als auch draußen bis zu einer maximalen Personenanzahl von 100 oder 50 Prozent des Fassungsvermögens des Veranstaltungsraumes wieder möglich. Auch hier gilt die Registrierungspflicht, aber im Vergleich zur Gastronomie gelten im Veranstaltungssektor auch die neuen Selbsttests als Zugangstests.

Veranstaltungen sind nur möglich, wenn jeder Gast einen zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplatz erhält. Gäste müssen auch am Sitzplatz eine FFP2-Maske tragen, und auch hier gilt die Sperrstunde mit 20.00 Uhr.

Nachwuchssport darf wieder trainieren

Fixiert wurde auch, dass der Nachwuchssport ab dem 15. März österreichweit wieder stattfinden darf. Grundsätzlich ist in praktisch allen Sportarten wieder Training für unter 18-Jährige möglich. Im Freien dürfen 20 Personen plus drei Trainer, in geschlossenen Räumen zehn plus zwei Trainer teilnehmen. Prinzipiell soll während des Trainings der Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden, kurzzeitige Unterschreitungen sind aber erlaubt.

Stiller Protest Nachwuchssport
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Im Vorfeld gab es einen stillen Protest vieler Nachwuchs-Vereine

Schultests gelten nicht

Für das Training im Freien muss kein negativer CoV-Test vorgezeigt werden, Kinder bis zehn Jahre sind generell auch drinnen von der Testpflicht ausgenommen. Anerkannt werden Selbsttests, die nicht älter als 24 Stunden sind und Antigen-Tests, die nicht älter als 48 Stunden sind. Die Schultests gelten nicht, weil diese nicht dokumentiert werden – mehr dazu in Vorarlbergs Nachwuchssportler sind bereit (vorarlberg.ORF.at).

Selbsthilfegruppen

Auch Selbsthilfegruppen werden ab dem 15. März wieder möglich, sie sind vom Veranstaltungsverbot ausgenommen. Es gilt eine verpflichtende FFP2-Maske und ein Mindestabstand.

Lockerungen in Vorarlberg „Gratwanderung“

Die Lockerungen in Vorarlberg seien aber schon „ein Stück Gratwanderung“, so Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Freitag. Vorarlberg eigne sich aufgrund der niedrigen Inzidenzzahlen aber gut als Modellregion und habe auch selbst viel vorbereitet. Landeshauptmann Markus Wallner sagte im Vorfeld: „Ein gewisser Mut gehört dazu“ – mehr dazu in Lockerungen ab 15. März (vorarlberg.ORF.at).

Mit Abstand niedrigste 7-Tage-Inzidenz

Vorarlberg wurde zur Modellregion mit ersten Öffnungsschritten in der Gastronomie und im Veranstaltungsbereich, weil das Bundesland mit Abstand den niedrigsten Inzidenz-Wert hat. Er liegt unter 70. Österreichweit liegt die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den letzten sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, bei über 200.