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Kritik an Gaspreis-Senkung

Der Preis für Erdgas wird in Vorarlberg ab dem 1. April gesenkt. Die meisten Haushalte wird das freuen, aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie und des Klimabündnisses ist jede weitere Verbilligung von fossiler Energie, wie eben Erdgas, hingegen ein Rückschlag.

In Vorarlberg und in ganz Österreich wird der Umstieg auf klimaverträgliche Heizungen stark beworben, da wird viel Geld eingesetzt, sagt Hans Punzenberger, Geschäftsführer der ARGE Erneuerbare Energie. Mit solchen Preisnachlässen wie jetzt gerade beim Erdgas werde der Markt verzerrt. Jeder der eine Gasheizung hat, werde dadurch darin bestärkt, dabei zu bleiben.

Preissenkung: Ergebnis einer gerichtlichen Entscheidung

Mit dieser Preispolitik werden alle belohnt, die auf fossile Energieträger setzen, wer höhere Investitionen in Kauf nimmt und mit Sonne oder Biomasse heizt, hat den Nachteil, sagt Punzenberger. Anstatt Schnäppchen zu verkaufen sollten illwerke vkw und andere Energiekonzerne laut Punzenberger die Kunden beraten und es nicht noch schmackhafter machen beim alten System zu bleiben.

Energielandesrat Johannes Rauch betont, dass die Senkung der Gastarife Ergebnis einer gerichtlichen Entscheidung für alle Gasversorger in Österreich sei. Die illwerke vkw-Gruppe habe diese Entscheidung umsetzen müssen. Rauch ist aber der gleichen Meinung wie Punzenberger, die Wirkung dieser Preissenkung sei fatal. Im Sinne des Klimaschutzes müssten fossile Energieträger teurer werden.

Das sei laut Rauch auch das Ziel der EU-Kommission. Sie möchte, dass man mit dem jeweiligen Energieträger auch die Umweltschäden bezahlt, die er verursacht.