Sonne Silvretta Montafon
Silvretta Montafon
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Wirtschaft

Einige Skigebiete reduzieren Angebot

Weil die Wintersportler ausbleiben, reduzieren einige Skigebiete in Vorarlberg ihr Angebot. Derzeit liegt die Auslastung in den großen Skigebieten bei rund zehn Prozent. Deswegen haben ab sofort unter der Woche nicht mehr alle Lifte offen, andere Seilbahnbetreiber reduzieren die Preise.

Die Skigebiete haben sich für die nächsten Wochen auf zwei Wege geeinigt. Entweder die Lifte durchlaufen lassen oder sich mit anderen Skigebieten abwechseln. Im Montafon etwa haben ab sofort unter der Woche nicht mehr alle Skigebiete und Lifte offen. Der Grund dafür ist offensichtlich, so Manuel Bitschnau vom Montafon Tourismus: Die Zahl der Skifahrer und Snowboarder ist in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Gäste aus dem Ausland dürfen nicht einreisen und nach den Weihnachtsferien sind die einheimischen Kinder wieder im Fernunterricht zu Hause und viele Berufstätige in der Arbeit.

Preisnachlässe

Auch die Preise für die Tageskarten hat die Silvretta-Montafon reduziert. Gewinne werden die Seilbahnen in diesem Winter ohnehin nicht machen. Derzeit liegt die Auslastung in den großen Skigebieten bei rund zehn Prozent. Da braucht man kein Betriebswirt sein, um zu wissen, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich ist.

Öffnungszeiten
Die neuen Betriebszeiten der Skigebiete finden Sie hier in der Übersicht:

Touristiker kritisieren fehlende Planbarkeit

Was die Situation derzeit noch verschärfe, seien Gerüchte über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns bis 31. Jänner, sagt Seilbahn-Sprecher Andreas Gapp. Er wünscht sich Gespräche mit den Politikern, um wenigstens ein bisschen Planbarkeit zu haben, gerade auch im Hinblick auf das Zusammenspiel von Seilbahnen, Hotellerie und Gastronomie. Sollten die Hotels und die Gastronomie geschlossen bleiben, könnten auch die Skigebiete zusperren. „Man lernt in Zeiten der Krise, dass nichts unmöglich ist. Ich kann nichts ausschließen“, sagt Gapp.

Das Kleinwalsertal hatte bereits Anfang Dezember entschieden, zunächst gar nicht zu öffnen – mehr dazu in Kleinwalsertal sperrt erst am 11. Jänner auf. (vorarlberg.ORF.at)

Webcam Mellau Damüls
Webcam Mellau Damüls
Die Webcam der Bergstation Uga am Montagmittag in Damüls

Das Skiangebot ab Montag, 11. Jänner 2021

  • Andelsbuch/Bezau: Do-So, ab 28.1. täglich
  • Bergbahnen Gargellen: 11.1. – 24.1. Mi-So
  • Bödele: täglich
  • Brandnertal: täglich, mit reduziertem Angebot Mo-Fr (5/12 Bahnen)
  • Damüls Mellau Faschina: täglich volles Winterangebot
  • Diedamskopf: täglicher Betrieb mit den bisher geöffneten Anlagen
  • Golm: durchgehend offen, Abfahrt bis ins Tal möglich, Nachtrodeln Mi, Fr und Sa 18-21h
  • Karrenseilbahn: 10.00 – 19.00 Uhr täglich
  • Kleinwalsertal: geschlossen
  • Kristbergbahn: 7.45-18.45 Uhr
  • Laterns: täglicher Betrieb mit den bisher geöffneten Anlagen
  • Lech & Zürs: täglicher Betrieb mit den bisher geöffneten Anlagen
  • Pfänder: Pfänderbahn 8-19h täglich; kein Skibetrieb
  • Schetteregg: täglicher Betrieb mit 5 Anlagen
  • Silvretta Bielerhöhe: Vermuntbahn ab 25.1. in Betrieb
  • Silvretta Montafon: Hochjoch durchgehend offen, Mo und Di ebenso Teile der Nova (Versettla). Am Wochenende tolles Angebot mit Hochjoch und Nova (Valisera und Versettla). Täglich Rodeln auf Garfrescha 17.00 -19.00 Uhr
  • Sonnenkopf: täglicher Betrieb mit den bisher geöffneten Anlagen
  • Stuben: täglicher Betrieb mit den bisher geöffneten Anlagen
  • Warth & Schröcken: Warth: täglicher Betrieb mit den bisher geöffneten Anlagen;
  • Schröcken: geschlossen

Einige Skigebiete reduzieren Angebot

Weil die Wintersportler ausbleiben, reduzieren einige Skigebiete in Vorarlberg ihr Angebot. Derzeit liegt die Auslastung in den großen Skigebieten bei rund zehn Prozent. Deswegen haben ab sofort unter der Woche nicht mehr alle Lifte offen, andere Seilbahnbetreiber reduzieren die Preise.

Land sieht Winterkodex bestätigt

Vorarlberg sieht sich generell in der Öffnung der Skigebiete bestätigt. Es sei seit dem Aufsperren der Skigebiete keine Beeinflussung der Infektionskurve erkennbar geworden, informierte am Montag Tourismuslandesrat Christian Gantner (ÖVP) in einer Aussendung. „Die ersten beiden Wochen nach Betriebsöffnung der Skilifte in Vorarlberg haben gezeigt, dass sich Skifahren und Corona-Sicherheitsvorkehrungen vereinbaren lassen“, betonte er.

Gantner verwies in Bezug auf die Daten auf die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Die Sieben-Tage-Inzidenz Vorarlbergs über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage liege im Österreich-Schnitt, dasselbe gelte für die Reproduktionszahl, die per 10. Jänner österreichweit bei 1,04 liege, in Vorarlberg bei 1,02. Im Hinblick auf die Positivitätsrate der zwischen 24. Dezember und 7. Jänner vorgenommenen Testungen weise Vorarlberg sogar den niedrigsten Wert auf.

Interview mit Seilbahn-Sprecher Andreas Gapp

Was die Situation derzeit noch verschärfe, sind Gerüchte über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns bis 31. Jänner, sagt Seilbahn-Sprecher Andreas Gapp.

„Die mit dem ‚Winterkodex Vorarlberg‘ getroffenen Maßnahmen machen sich bezahlt“, unterstrich der Landesrat. Beim „Winterkodex Vorarlberg“ handelt es sich um ein landesweit gültiges, einheitliches Konzept, das für Gäste und Beschäftigte größtmögliche Sicherheit gewährleisten soll.