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Kultur

Chor- und Orgeltage feiern 30-Jahr-Jubiläum

Die Hohenemser Chor- und Orgeltage haben an diesem Wochenende ihr 30-Jahr-Jubiläum gefeiert. Coronavirusbedingt gab es viele Sicherheitsvorkehrungen für Musiker und Publikum. Auch wenn sich die Organisatoren das Jubiläum ursprünglich anders vorgestellt hatten – die Musik begeisterte.

„Zwischen Himmel und Erde“ war das Motto des Konzerts am Samstagabend, musikalisch gestaltet vom Jugendchor „Voices“ unter der Leitung von Oskar Egle, dem Bläserensemble „Sonus Brass“ und Organist Helmut Binder. Das Konzert am Samstag war eines von drei Konzerten der Hohenemser Chor- und Orgeltage.

Für den Jugendchor „Voices“ war es ein besonderer Auftritt: der erste nach dem Lockdown im März mit nur wenigen Proben. „Aufregend ist vor allem, dass man schwierige und komplizierte Auflagen zu erfüllen hat, die die Arbeit sehr erschweren“, so Chorleiter Oskar Egle. „Aber das nimmt man eigentlich schon gerne in Kauf, wenn man endlich wieder singen kann und endlich wieder gemeinsam Musik machen kann.“

Jugendchor Voices
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„Das Konzert“
Das Samstag-Konzert der Chor- und Orgeltage ist am 16. November ab 21.00 Uhr in der Sendung „Das Konzert“ bei ORF Radio Vorarlberg zu hören.

Hohe Einkommensverluste

Die Hohenemser Chor und Orgeltage sind jedes Jahr ausverkauft. So auch heuer – nur dürfen in der riesigen spätbarocken Kirche statt der üblichen 500 Besucher nur 250 Interessierte Platz nehmen. Wie hoch die Einkommensverluste sein werden, ist noch offen – und auch, wer sie übernimmt.

Organisatoren und Musiker sind froh, dass die Chor- und Orgeltage überhaupt stattfinden konnten. „Wir kämpfen – und wenn die Ampel nicht auf Dunkelrot geht, dann ziehen wir das durch“, so Kurator Christoph Wallmann am Samstag: „Beim ersten Konzert, beim ersten Ton, da ist mir der Stein vom Herzen gefallen. Da habe ich gedacht, jetzt haben wir es geschafft, wir können es durchführen. Diese Freude überwiegt momentan.“

Hohenemser Chor- und Orgeltage: 30-Jahr-Jubiläum

Coronabedingt gibt es viele Sicherheitsvorkehrungen für Chor, Musiker und Publikum. Und die Besucherbeschränkung macht es auch nicht gerade einfacher. Auch wenn man sich das Jubiläum anders vorgestellt hat. Das Konzert am Samstag war fulminant.

Gollini-Orgel als Geschenk

Begonnen haben die Hohenemser Chor- und Orgeltage vor 30 Jahren mit einem Geschenk, der Gollini-Orgel. Initiiert wurde die Konzertreihe von Edwin Wallmann, dem Vater des heutigen Kurators. Sein Vater sei Organist und Chorleiter gewesen, so Christoph Wallmann, „und der hat immer eine Verbindung gesehen und gesagt, nur die Orgel allein ist zu wenig, wir wollen auch Chöre“. Diesem Konzept sind die Verantwortlichen nun seit 30 Jahren treu geblieben.