Eine Frau mit offenen Rechnungen hat viele Schulden. Arbeitslosigkeit und Privatkonkurs
Gina Sanders – stock.adobe.com
Gina Sanders – stock.adobe.com
Wirtschaft

Schuldenberatung rechnet mit Ansturm

Die Schuldenberatung des Instituts für Sozialdienste ifs rechnet aufgrund der Coronavirus-Krise mit einem starken Anstieg der Klientenzahlen. Allerdings werde das erst verzögert im Herbst oder Winter der Fall sein.

Im Vorjahr hat die ifs-Schuldenberatung mehr als 3.200 Klientinnen und Klienten betreut. Simone Strehle-Hechenberger, Leiterin der ifs-Schuldenberatung, rechnet heuer mit einem Anstieg um bis zu 40 Prozent bei den Erstkontakten. Darunter würden auch Selbstständige sein, die durch die Coronavirus-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Schuldenberatung rechnet mit Ansturm

Die von der türkis-grünen Bundesregierung verhängten Corona-Zwangsmaßnahmen und -Verbote bringen viele Vorarlberger an ihre finanziellen Grenzen. Das registriert man auch bei der Schuldenberatung des Instituts für Sozialdienste.

Schwierige Einhaltung der Zahlungspläne

Zu den neuen Klientinnen und Klienten werden auch viele Beratungen von jenen 1.400 Personen kommen, die bereits einen Zahlungsplan zu erfüllen haben. Von ihnen werde ein großer Anteil nicht mehr in der Lage sein, die Zahlungspläne zu bedienen, glaubt Strehle-Hechenberger.

Richtig bemerkbar machen wird sich der Anstieg aber erst mit einer Verzögerung im Herbst oder Winter. Noch würden Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Kreditstundungen greifen, aber spätestens im Herbst werde es auch hier Lösungen brauchen. Strehle-Hechenberger rät dazu, sich möglichst früh mit Gläubigern und der ifs-Schuldenberatung in Verbindung zu setzen.