Die „Allianz für Bodenschutz“, die sich für den Erhalt der Landesgrünzone einsetzt, vereint mittlerweile 15 Vorarlberger Organisationen und Initiativen. Bei einem ersten Termin mit Wirtschafts- und Raumplanungslandesrat Marco Tittler übergab die Allianz über 3.000 Unterschriften von Privatpersonen, die ebenfalls für das Vorhaben sind.
„Boden ist die zentrale Ressource für Nahrungsmittelproduktion, Speicherung von CO2, Wärmeregulierung, Wasserrückhalt, Biodiversität und Klimaschutz. Nach wissenschaftlichen Prognosen wird die Klimaerhitzung noch größere Erschütterungen auslösen. Eine Nachdenkpause zur Landesgrünzone ist deshalb wichtiger denn je“, betont Kerstin Riedmann vom Verein Bodenfreiheit. Inhaltlich gab es bei dem Gespräch keine Annäherung, aber beiderseits wurde Bereitschaft signalisiert, den Dialog aufzunehmen.

Fünfjährige „Nachdenkpause“ gefordert
Die Allianz fordert eine fünfjährige „Nachdenkpause“ für die Landesgrünzone, während der keine weiteren Flächen mehr entnommen werden dürften. In dieser Zeit soll der von der Landesregierung angekündigte Strategiedialog „Umwelt und Wirtschaft“ eine Lösung zwischen den verschiedenen Interessen erarbeiten. Im Gespräch mit Landesrat Tittler forderte das Bündnis, Fakten zu erheben und Maßnahmen zum Erhalt der Grünzone zu erarbeiten und zu evaluieren.
Interessenausgleich zwischen Wirtschaft und Umwelt
Mehrjährige Diskussionen um die Grünzone waren Auslöser für den anstehenden Dialogprozess. Laut Landesrat Tittler wurde die Ausgestaltung des Strategiedialogs coronavirusbedingt ausgesetzt. Er sicherte im Gespräch für Herbst 2020 die Klärung der Frage zu, wie die „Allianz für Bodenschutz“ in die Umsetzung des Dialogs eingebunden wird.
„Ein Dialog auf Augenhöhe wäre das richtige Signal, wenn das Land ernsthaft auf der Suche nach einem Ausgleich zwischen den Interessen von Umwelt und Wirtschaft ist“, so Christoph Aigner von der Initiative Ludesch. Das Land müsse deshalb Umweltinitiativen schon in die Planungen einbeziehen, forderte die Allianz.