Politik

FPÖ-Chef stellt sich hinter Mohrenbräu-Logo

Die Debatte um das Mohrenbräu-Logo will einfach nicht enden. FPÖ-Landeschef Christoph Bitschi sorgt jetzt mit einem Mohren-Gewinnspiel in sozialen Medien für Unmut. Das Unternehmen sagt, dass man sich nicht vor den politischen Karren spannen lassen will.

Christof Bitschi ist offenbar ein großer Mohrenbräu-Fan, der FPÖ-Chef macht sich jetzt mit einem Gewinnspiel für die Marke und eben auch für den Mohr auf dem Logo stark. Unter allen, die seinen Beitrag in den sozialen Medien mit einem Daumen nach oben versehen und teilen, verlost Bitschi fünf Kisten Bier.

Brauerei will nicht vereinnahmt werden

Mohrenbräu hat den Beitrag bereits gesehen, freut sich einerseits über die Unterstützung und den Zuspruch, lehnt es aber ab, sich in irgendeiner Art und Weise von einer politischen Partei oder anderen Gruppierungen vereinnahmen zu lassen. Das habe man dem FPÖ-Chef auch schriftlich mitgeteilt.

Online-Petition für und gegen das Logo

Währenddessen sammeln Pro Mohren-Aktivisten weiter Unterschriften, mehr als 10.000 haben schon eine Online-Petition unterschrieben, fast genau so viele wie auch das Klimavolksbegehren in Vorarlberg unterzeichnet haben. Aber es gibt auch ein Online-Petition für die Änderung des Logos, die wurde bisher 2.464-mal unterschrieben.

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Das Logo hat eine lange Tradition
ORF Vorarlberg
Das Logo hat eine lange Tradition
alte Logos Mohrenbrauerei
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Mohrenbrauerei – Flaschen
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Das Bier ist in der Vorarlberger Kultur stark verankert
Es gibt bereits Logo-Vorschläge
ORF Vorarlberg
Grafiker haben bereits neue Logos entworfen

Seit Monaten wird heftig darüber diskutiert, ob das Logo der Dornbirner Mohrenbrauerei rassistisch ist oder nicht. Die Diskussion darüber gab es immer wieder, doch durch die aktuelle Black Lives Matter-Bewegung hat sie wieder Fahrt aufgenommen. Die Brauerei kündigte nun einen Markenprozess mit offenem Ende an.

Logo hat eine lange Geschichte

Das Mohrenbräu-Logo ist 200 Jahre alt. 1784 eröffnete Herr Josef Mohr in Dornbirn eine Gaststätte mit angeschlossener Brauerei, benannte das Haus „Zum Mohren“ und verwendete hierfür das Familienwappen, welches einen Mohr abbildete.