Schaufenster eines Shisha-Lokals
APA/HERBERT NEUBAUER
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Gesundheit

Experte warnt vor Wasserpfeifen

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. In diesem Jahr stellt die WHO den Schutz der Jugend in den Mittelpunkt. Der Leiter der Vorarlberger Drogenberatungsstelle Clean, Wolfgang Grabher, warnt vor Wasserpfeifen, die vor allem bei Jugendlichen beliebt sind.

Laut jüngster Erhebung der „Gesundheit Österreich GmbH“ rauchen in Vorarlberg an die 15 Prozent aller bis 15-Jährigen täglich Zigaretten. Bei Jugendlichen immer beliebter werden E-Zigaretten und Wasserpfeifen.

Unter vielen Jugendlichen herrsche der Irrglaube, dass Wasserpfeifen nicht schädlich sind, sagt Grabher. Bei den Wasserpfeifen würden die Giftstoffe nicht durch das Wasser herausgefiltert, wie manche annehmen. Zudem sei in Zeiten des Coronavirus auch das Übertragungsrisiko bei Wasserpfeifen hoch.

Drogenberatungsstellen-Leiter Grabher im Gespräch

Wolfgang Grabher, Leiter der Drogenberatungsstelle Clean, spricht unter anderem über den hohen Anteil an Raucherinnen und Rauchern bei Lehrlingen und Gefahren von Wasserpfeifen und E-Zigaretten.

Jugendliche erleben sich oft als unverwundbar

Gefährlich seien auch E-Zigaretten, betont Grabher. Auch diese werden bei Jugendlichen immer beliebter, vor allem bei technikaffinen jungen Menschen. Viele Jugendlichen würden sich aber als unverwundbar erleben und auch die Auswirkungen in jungen Jahren noch nicht spüren.

Jugendliche im Focus am Weltnichtrauchertag

Die meisten Raucherinnen und Raucher beginnen sehr früh, deshalb sind die Jugendlichen im Fokus des Weltrauchertages.

Hilfe bei Entwöhnung

Um mit dem Rauchen aufhören zu können, ist oft Hilfe nötig. Im Suchtkompetenzzentrum Maria Ebene lassen sich jedes Jahr rund 300 Personen behandeln. Im Bereich der ambulanten Therapie liegt die Erfolgsquote bei 30 Prozent, bei der stationären Therapie sogar bei 50 Prozent.