Vorarlberg Milch Gebäude und Lastwagen
ORF.at/Julia Hammerle
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Coronavirus

Kein Notfallplan bei Vorarlberg Milch nötig

Die Vorarlberg Milch setzt ihren Notfall-Plan vorerst nicht in Kraft. Das bedeutet, dass die Abnahmemenge nicht reduziert wird. Die Solidarität der Vorarlberger Bevölkerung habe wieder zu einem höheren Absatz geführt, heißt es vom Unternehmen.

In der vergangenen Woche hatte Vorarlberg Milch wegen der Corona-Krise einen Notfall-Plan beschlossen. Da der Absatz um 40 Prozent eingebrochen war, wurden die Bauern gebeten, weniger Milch zu liefern. Zugleich wurde an die Bevölkerung appelliert, mehr heimische Produkte zu kaufen – mehr dazu in Landwirte sollen weniger Milch liefern.

Italien als wichtiger Markt fällt weg

Angespannt sei die Lage auch deswegen, weil Italien als Exportmarkt fast zur Gänze wegfällt, so Raimund Wachter, Geschäftsführer der Vorarlberg Milch. Unklar sei zudem, wie sich die Situation in Deutschland entwickeln wird.

Wachter betont, dass die Solidarität der Vorarlberger Bevölkerung groß ist. Es würden vermehrt lokale Produkte verkauft, was zu einem höheren Absatz führt. Dennoch appelliert er an die Milchlieferanten, die Milchmenge zu reduzieren. In der kommenden Woche wird dann die Lage neu beurteilt.

Ärger über Fake News

In den Sozialen Medien geistern Nachrichten herum, dass die Produktion von Vorarlberg Milch heruntergefahren worden sei. Wachter ärgert sich darüber. Alle Produkte seien verfügbar und würden produziert werden.

Wenn in einzelnen Geschäften nicht das gesamte Sortiment erhältlich ist, kann das an Problemen in der Lieferkette liegen. Gerade in Zeiten wie diesen seien Fake News für jedes Unternehmen doppelt belastend, betont Wachter.