Köche (von hinten) stehen am Herd
Andrey – stock.adobe.com
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Wirtschaft

Tourismus bemüht sich um neue Mitarbeiter

Die Wintersaison im Tourismus ist prinzipiell mit guten Perspektiven gestartet: Die Buchungslage sei sehr gut, sagen die Touristiker in der Wirtschaftskammer. Sorge bereitet aber der Mangel an Mitarbeitern. Rund 1.400 Personen werden benötigt. Für sie sollen neue Anreize geschaffen werden.

Genügend Mitarbeiter für den Tourismus zu gewinnen, wird immer schwieriger. Aus dem Osten Österreichs wollen die Mitarbeiter nicht nach Vorarlberg, sondern bleiben in den näheren Bundesländern Tirol oder Salzburg hängen. Und auch die Mobilitätsbereitschaft aus anderen EU-Staaten lässt nach – mit dem Kontingent aus den Drittstaaten kommt man nicht aus. 258 Saisonniers wurden heuer für Vorarlberg bewilligt.

Kampf um jeden Mitarbeiter

Obwohl der Fön in diesen Tagen den Schnee auf den Pisten wieder etwas zusammenschmelzen hat lassen, sei die Buchungslage hervorragend. Das sagten am Mittwoch die Touristiker der Wirtschaftskammer. Damit einhergehend ist es auch heuer wieder ein Kampf um jeden Mitarbeiter.

Stammkräfte sollen automatisch Bewilligung erhalten

Harald Furtner, der Spartengeschäftsführer, appelliert daher an die Bundespolitik eine neue Saisonkontingentregelung einzuführen oder ehemals bewährte Modelle wieder einzuführen. Für Furtner wäre es beispielsweise wünschenswert, dass erneut ein Stammsaisonnierkontingent eingerichtet wird.

„Wer schon viele Saisonen in Österreich oder Vorarlberg in den Tourismusbetrieben gearbeitet hat, der soll außerhalb der normalen Kontingente wieder eine Bewilligung bekommen können – und das automatisch“, so der Spartengeschäftsführer. Außerdem entspreche die „Rot-Weiß-Rot-Card“ für Mangelberufe derzeit absolut nicht den Bedürfnissen der Tourismuswirtschaft.

Freizeitangebot für Mitarbeiter verbessern

Wie wichtig die Mitarbeiterrekrutierung ist, zeigt sich auch in einem anderen Punkt: 250 Millionen Euro wurden heuer in den Wintertourismus investiert. Man legt dabei nun auch mehr Augenmerk auf die Wohnqualität der Mitarbeiter. Sogar eigene Servicestellen wurden eingerichtet – Service also auch für den Mitarbeiter, sagt Spartenobmann Elmar Herburger.

„Wir wollen ihnen auch bieten, dass sie Freizeit in unserer Region gestalten können, dass sie das Skifahren mitnutzen können, dass sie die Wellness-Bereiche mitnutzen können“, so Herburger. Generell gehe es darum, die Work-Life-Balance der Mitarbeiter zu verbessern. Nur so werde es in Zukunft möglich sein, genug Mitarbeiter zu bekommen.