Sitzbank mit der Beschilderung „Haltesstelle Landesgrünzone“
Bodenfreiheit
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Umwelt

Land testet Ökokonten für Gemeinden

Betriebserweiterungen in der Grünzone sorgen immer wieder für Streit. Meistens geht es darum, ob die angebotenen Kompensationsflächen auch ein ausreichender Ersatz sind. Die neue Landesregierung will künftig nicht nur Quantität sondern auch Qualität als Ersatz für die Grünzone zulassen und dafür sogenannte Ökokonten testen.

Verbessert eine Gemeinde ihr Ökosystem, beispielsweise mit gepflanzen Bäumen, oder geschützten Flächen, wird ihr das auf ein Ökokonto gutgeschrieben. Dieses Öko-Guthaben will die neue schwarz-grüne Landesregierung dann verbindlich als bereits erbrachte Kompensationsmaßnahmen berücksichtigen.

Lins: Flächenverlust wird dadurch nicht gestoppt

Für Naturschutzanwältin Katharina Lins ein gangbarer Weg, auch wenn der Flächenverlust der Grünzone dadurch nicht nicht gestoppt werde. Schließlich werde die verfügbare freie Fläche dadurch nicht größer, im Gegenteil, meint Lins. Dennoch können diese ökologischen Verbesserungen laut der Naturschutzanwältin zumindest einen Teil wieder gut machen. Wie genau diese Ökokonten funktioneren sollen, muss noch ausgearbeitet werden. Zentrales Anliegen ist und bleibt für Lins aber, die Grünzone wenn möglich gar nicht anzugreifen.

Volskabstimmung: Ludesch entscheidet über Grünflächen

Genau zu diesem Thema findet heute in Ludesch eine Volksabstimmung statt. Dort stimmt Bevölkerung am Vormittag darüber ab, ob der Fruchtsafthersteller Rauch und der Aludosenproduzent Ball ihre Betriebe in der Grünzone erweitern dürfen oder nicht. Das Land hat bereits zugestimmt, dass sechseinhalb Hektar aus der Grünzone genommen werden dürfen, jetzt liegt es an der Gemeinde Ludesch, die Flächen umzuwidmen. Es gebe aber zum Teil massiven Widerstand im Ort – mehr dazu in: Volksabstimmung in Ludesch.