Marco Tittler, Markus Wallner, Martina Rüscher (v.l.n.r.)
Daniel Mauche
Daniel Mauche
Politik

Scheidende Landesräte loben ihre Nachfolger

Am Mittwoch hat die ÖVP die Nachfolger für die scheidenden Landesräte Karlheinz Rüdisser und Christian Bernhard vorgestellt. Marco Tittler soll Wirtschaftslandesrat und Martina Rüscher Gesundheitslandesrätin werden. Bei beiden Kandidaten handelt es sich aus Sicht der scheidenden Landesräte um ideale Persönlichkeiten mit viel Expertise.

Für den noch im Amt stehenden Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser kommt auf seinen Nachfolger jede Menge Arbeit zu. Vor allem die räumliche Entwicklung stellt für Rüdisser eine große Herausforderung dar, der sich der derzeitige stellvertrendende Wirtschaftskammerdirektor Marco Tittler künftig stellen muss. Zudem rücke das leistbare Wohnen immer wieder in den Mittelpunkt sowie die Bereitstellung von Flächen für Wohnbau, aber auch für die betriebliche Entwicklung.

Aus Sicht von Bernhard muss im Gesundheitsbereich vor allem an der Krankheitsvorbeugung konsequent weitergearbeitet werden. Mit dem Projekt „Gesund Aufwachsen in Vorarlberg“ sei schon einiges gemacht worden, da müsse die neue Gesundheitslandesrätin und derzeitige Landtags-Vizepräsidentin Martina Rüscher jetzt aber konsequent weiterarbeiten.

Wallner präsentiert Wunschkandidaten

Wie bereits am Wochenende vermutet, hat Landeshauptmann Markus Wallner am Mittwochnachmittag den derzeit stellvertretenden Vize-Direktor der Wirtschaftskammer, Marco Tittler, als Nachfolger von Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser – und die derzeitige Landtags-Vizepräsidentin Martina Rüscher als Nachfolgerin von Christian Bernhard als Gesundheitslandesrätin, präsentiert.

Martina Rüscher (ÖVP), ehemalige Landtags-Vizepräsidentin
(c) Mauche Daniel

Gesundheitspolitikerin Martina Rüscher

Martina Rüscher war bereits in den vergangenen fünf Jahren als Gesundheitssprecherin der Vorarlberger Volkspartei tätig. Sollte Rüscher Teil der neuen Landesregierung sein, habe sie schon konkrete Vorstellungen und Vorhaben für ihre Arbeit als Gesundheitslandesrätin. Ihr größten Augenmerk wolle sie auf die Prävention legen – von den Kindern bis zu den älteren Menschen. Und im Falle einer Erkrankung sollen sich die Vorarlberger darauf verlassen können, dass sie ohne lange Wartezeiten in ihrer Nähe eine hochwertige medizinische Versorgung bekommen.

Besonders wichtig seien ihr, neben der niederschwelligen und raschen Versorgung auch der offene Austausch und die Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Ärztekammer und der VGKK – bzw. der neuen ÖGK, den Rettungsorganisationen, aber auch der Arbeiter- und Wirtschaftskammer.

REGIO Bregenzerwald freut sich über Nominierung

REGIO-Obmann Guido Flatz begrüßt die angekündigte Nachfolge von Martina Rüscher als Gesundheitslandesrätin. Rüscher hätte sich durch ihr großes Engagement in der REGIO ausgezeichnet. Zahlreiche Projekte wie z.B. die WälderDoc-App seien auf sie zurückzuführen und würden die Menschen in der Region in vielen Lebensbereichen helfen.

Marco Tittler (ÖVP), Wirtschaftsexperte
(c) Mauche Daniel

Studierter Betriebswirt Marco Tittler

Marco Tittler ist ein langjähriger Mitarbeiter der Wirtschaftskammer Vorarlberg und war zuletzt als stellvertretender Direktor unter anderem für den Bereich Wirtschafts- und Technologiepolitik verantwortlich. Tittler möchte die Arbeit von Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser fortsetzen.

Das Wahlprogramm der Vorarlberger Volkspartei sehe er als das mit Abstand umfangreichste und kompletteste Angebot an die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Dies sei ihm so wichtig, explizit zu erwähnen, so Tittler, weil er darin ganz viele Bausteine sehe, die notwendig sein werden, um Vorarlberg in Zukunft erfolgreich führen zu können.

Zustimmung für Tittler von WKV und Junger Wirtschaft

Dass die ÖVP Marco Tittler als neuen Wirtschafts-Landesrat vorschlägt, findet unter den Vertretern der Wirtschaftskammer und der Jungen Wirtschaft breite Zustimmung: So sehen etwa die Obmänner der Sparten Industrie, Georg Comploj sowie Gewerbe und Handwerk, Bernhard Feigl, die Personalentscheidung im Interesse einer positiven Standort-Entwicklung. Tittler sei ein wirtschafts-politischer Spezialist und kenne die Anliegen der Unternehmer. – auch jene der Jung-Unternehmer, betonen auch die Vertreter der „Jungen Wirtschaft“.

SPÖ: Kritik an vorzeitiger Nominierung

SPÖ-Landesparteivorsitzende Martin Staudinger kritisiert die ÖVP für die Präsentation ihrer künftigen Landesräte so kurz vor der Landtagswahl: Demut vor dem Wähler sehe anders aus, die ÖVP rechne wohl schon mit der absoluten Mehrheit. Für die beiden Kandidaten Tittler und Rüscher spricht Staudinger seine Wertschätzung aus. Sie stehen vor großen Aufgaben, denn gerade in den Bereichen Wohnbau und Gesundheit gebe es viel zu tun.