Hauptquartier der Gebrüder Weiss
Gebrüder Weiss
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Wahlkampfspende

Gebrüder Weiss wehrt sich gegen Vorwürfe

Das Transport- und Logistikunternehmen Gebrüder Weiss wehrt sich gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit einer Wahlkampfspende in Höhe von 30.000 Euro an die ÖVP. Einen Zusammenhang mit einem umstrittenen Erweiterungsprojekt weist das Unternehmen entschieden zurück.

Gebrüder Weiss plant seit längerer Zeit, seine Niederlassung in Salzburg zu erweitern – gegen die Proteste von Anrainern. Eine Wahlkampf-Spende an die ÖVP rückt das Vorhaben laut der Tageszeitung „Der Standard“ in ein neues Licht. Die Stadt wird nämlich von ÖVP-Bürgermeister Harald Preuner regiert. „Spende für ÖVP-Wahlkampf mit Geschmäckle“, titelte die Zeitung daher am Mittwoch.

Die Wahlkampfspende der Familie Senger-Weiss ging nicht an die Salzburger ÖVP oder gar an Preuner selbst, sondern an die Bundes-ÖVP von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz. „Der Standard“ führt aber noch einen „unüblichen Vertrag“ ins Treffen: Demnach plane die Stadt, für ein 820-Quadratmeter-Grundstück „nur“ 1.600 Euro Jahrespacht zu verlangen.

Unternehmen dementiert

Die ÖVP selbst dementierte gegenüber dem „Standard“ einen Zusammenhang zwischen der Spende und der Betriebserweiterung. Vom Gebrüder-Weiss-Firmensitz in Lauterach heißt es dazu ebenfalls, diese Spende habe nichts mit der Spedition und der geplanten Betriebserweiterung zu tun.

Das sagt auch der Regionalleiter des Unternehmens in Salzburg: Laut Peter Schafleitner ist die Spende eine rein persönliche Angelegenheit der Familie Senger-Weiss gewesen. „Ist aber in keinem Zusammenhang mit dem Projekt zu sehen. Erstens passt es zeitlich nicht wirklich und zweitens, wenn man mit 30.000 Euro eine politische Partei fangen kann für ein Projekt, dann wäre es relativ einfach.“ Ob die Betriebserweiterung nach Bekanntwerden der Wahlkampfspende genehmigt wird, ist noch offen.