Ein Blick in den Plenarsaal im Rahmen einer Sondersitzung des Nationalrates
APA/Roland Schlager
Politik

Parteien bei Kandidaten-Benennung zurückhaltend

Nur zwei Tage nach Ankündigung der Neuwahl des Nationalrats hat Landesparteiobmann Markus Wallner (ÖVP) angekündigt, dass die Volkspartei Karlheinz Kopf, Norbert Sieber und Martina Ess auf sichere Listenplätze setzen wird. Die anderen Parteien sind deutlich zurückhaltender.

Bei der SPÖ scheint Reinhold Einwallner gute Karten zu haben: Landesparteivorsitzenden Martin Staudinger streut ihm nämlich Rosen. In seinen anderthalb Jahren im Nationalrat habe Einwallner eine gute Figur gemacht, so Staudinger. Er habe – anders als Vorarlberger Abgeordnete anderer Parteien – die Landesinteressen vertreten. Als Beispiel nennt er die Stimme Einwallners gegen die Abschaffung der Vorarlberger Gebietskrankenkasse. Staudinger betont aber: Wer welchen Listenplatz bekommt, entscheiden die SPÖ-Parteimitgliedern und -Gremien.

250 Kandidaten bei NEOS

NEOS-Nationalratsabgeordneter Gerald Loacker sagt, er habe sich parteiintern um einen Listenplatz beworben. Ob er ihn bekommt, könne er nicht sagen. Bei NEOS gibt es ein dreistufiges Verfahren zur Kandidaten-Findung. Bundesweit hätten sich 250 Menschen um Listenplätze beworben. so Loacker. Am 7. Juli steht fest, wer für NEOS auf welchem Listenplatz kandidiert.

Grüne und FPÖ halten sich bedeckt

Grünen-Landessprecher Johannes Rauch sagt zur Kandidaten-Frage derzeit nichts. Aus seinem Büro verlautet, am Montag tage der Landesvorstand, danach werde sich die Grünen-Spitze äußern. Sehr knapp auch die Antwort der FPÖ: Landesgeschäftsführer Christian Klien sagt, die Freiheitlichen werden ihre Kandidaten nicht bekanntgeben, bevor der Parteibeschluss dazu vorliegt. Das werde wohl im Juli der Fall sein.