Eine Tortengrafik zeigt die ehrenamtlichen Erfahrungen des Teilnehmers
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Soziales

AHA plus: Engagement bringt Chancen

Das Programm AHA plus für Jugendliche setzt auf einen neuen Befähigungsnachweis. Damit sollen Jugendliche zeigen können, welche Leistungen sie im Ehrenamt erbracht haben und dadurch Vorteile bei der Berufswahl erwerben.

Die meisten Jugendlichen stehen nach dem Ende Ihrer Schul-Ausbildung vor einem Problem: Sie haben noch keine Berufserfahrung. Umso besser, wenn sie im Ehrenamt Erfahrungen sammeln und ihre sozialen Kompetenzen stärken können.

Anerkennung fürs Ehrenamt

Das Programm „AHA plus“ bietet dazu Möglichkeit und Anreize. Wer zwischen 12 und 24 Jahre alt ist, kann sich online bei Vereinen und Organisationen melden, um dort ehrenamtlich mitzuarbeiten. Die Teilnehmer erhalten Belohnungspunkte, die gegen kleine Geschenke oder Gutscheine umgetauscht werden können. Fast 4.000 Jugendliche haben bereits daran teilgenommen.

Nützlicher Befähigungnachweis

Der neue AHA plus Befähigungsnachweis soll den Nutzen jetzt noch erhöhen. Wer sich zum Beispiel in einem Museum engagiert, in Lerncafés aushilft oder im Seniorenheim den Menschen Gesellschaft leistet, sammelt wichtige Erfahrungen, die auch später im Beruf sehr gefragt sind, erklärt AHA Plus Leiterin Barbara Österle. In dem neuen Befähigungsnachweis sei schwarz auf weiß zu lesen, was der oder die Jugendliche schon alles geleistet hat. „Neben den persönlichen Daten sieht man eine Torten-Grafkik, an der man sehr gut erkennen kann, in welchen Bereichen der Jugendliche Erahrungen gesammelt hat“, so Österle.

Wichtig für Bewerbungen

Personalberater Christoph Kathan hält den Befähigungsnachweis für sehr sinnvoll, Firmenchefs gehe es längst nicht mehr allein darum, ob ein Bewerber fachlich gut ist, heute seien Teamfähigkeit und soziale Werte ebenso gefragt. Deshalb seien solche Engagements aus seiner Sicht ganz wichtig. „Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass Jugendliche in dieser Phase die Möglichkeit haben, sich mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen auseinander zu setzen und so in die Arbeitswelt hinein zu schnuppern“, so Kathan.