Ansichten: Gery Keszler und Bischof Benno Elbs

Life Ball Gründer und Organisator Gery Keszler und Diözesanbischof Bischof Benno Elbs sind in den ORF Radio Vorarlberg „Ansichten“ mit Johannes Schmidle.

„Ansichten - Zu Gast bei ORF Radio Vorarlberg"

Sonntag, 6. Jänner von 11.00 bis 12.00 Uhr

Life Ball Gründer und Organisator Gery Keszler und Diözesanbischof Bischof Benno Elbs

„Angst oder Liebe“- Ein Dialog

Gery Keszler, Gründer und Organisator des Life-Balls, war als junger Mann in den 1980-er Jahren auf der Suche nach seinem Vater, der in Australien lebte.

In Australien infizierte sich Gery Keszler mit dem HI Virus, er brachte sich als Opalschürfer und Zirkuskoch durch. Später wechselte er nach Paris, wo er für französische Medien und internationale Designer arbeitete.

Hier sollten seine spätere Arbeit und sein internationales Netzwerk grundgelegt werden, was ihn auch zum international anerkannten Brückenbauer und Kommunikator machte.

Die „Ansichten zum Nachhören“

Die Frage, ob es des Mutes eines Bischofs bedarf, sich mit dem Life Ball-Macher Gery Keszler zu einem öffentlichen Dialog zu treffen, wies Bischof Benno Elbs weit von sich und stellte sie in Abrede.
Diese Begegnung im Alten Hallenbad in Feldkirch hatte eine Vorgeschichte, die sich in Wien zugetragen hatte.
Dabei geht es um einen überkonfessionellen Gottesdienst, zu dem Life Ball Gründer Gery Keszler und Kardinal Christoph Schönborn in den Wiener Stephansdom am 1. Dezember 2017, dem Weltaidstag geladen hatten: Ein Gottesdienst zum Gedenken an die weltweiten Aidsopfer.

Im Gespräch in Feldkirch kam diese Vorgeschichte auch zur Sprache.
Und so ist auch der Dialog des Life Ball-Managers mit dem Diözesanbischof zum Thema „Angst oder Liebe“ einzuordnen.
Da ging es um die im Laufe der Jahrhunderte geübte harte Ausgrenzung von Homosexuellen durch die katholische Kirche und wie man mit Blick auf einen liebenden Gott zu mehr Respekt und Toleranz für Menschen, die gleichgeschlechtlich lieben, finden könne. Keszler meinte, dass Liebe, Aufmerksamkeit, Respekt und Akzeptanz jedem zu schenken seien; dies sei für die Zukunft der katholischen Kirche elementar.

Bischof Benno wiederum unterstreicht die Grundlage menschlicher Begegnung mit einer Geschichte aus dem Alten Testament. Dort, wo Moses durch den brennenden Dornbusch mit Gott redet. Dort heißt es: „Zieh deine Schuhe aus, dort, wo du stehst, ist heiliger Boden.“

Dieses Bild – vom heiligen Boden - sei auf die Begegnung von Menschen anzuwenden.