Mellauer Bürgermeister setzt auf Tourismus

Der Mellauer Bürgermeister, Tobias Bischofberger (ÖVP), war zu Gast im ORF Radio Vorarlberg-Interview. Für Bischofberger führt kein Weg am Tourismus vorbei, da ansonsten für viele Infrastrukturprojekte kein Geld da wäre.

In der Bregenzerwälder Gemeinde Mellau wurde am Sonntag das neue Gemeindezentrum eröffnet. Der großzügige Gebäudekomplex umfasst einen Kindergarten, ein Probelokal und den Dorfsaal. Der Neubau sei Sinnbild für eine generelle Erfrischungskur, die sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt habe. Solche Projekte, auch wenn sie viel Geld kosten, seien sehr wichtig für kleine Gemeinde, um die dörfliche Struktur erhalten zu können, sagte Bischofberger.

Bischofberger

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Bischofberger steht seit rund drei Jahren an der Spitze der Gemeinde. Gleichzeitig ist er auch stellvertretender Obmann der Regio Bregenzerwald.

Verkehrsproblem auf dem Radar

Im Samstagsinterview sagte Bischofberger, dass am Tourismus kein Weg vorbeiführe. Es sei besser weiter zu investieren, als den Kopf in den Sand zu stecken, und Angst vor dem Klimawandel zu haben. Auch der Verkehr werde hier in Kauf genommen. Ihm sei lieber über Verkehr zu diskutieren, als über eine aussterbende Region. Natürlich habe man das Problem Verkehr auf dem Radar und suche nach Lösungen. Die Vision Wälderbahn (Anmerk. Seilbahn zwischen Dornbirn und Bersbuch) sieht Bischofberger aber nicht als Allheilmittel.

Neues Gemeindezentrum in Mellau

Der Neubau des Gemeindezentrums Mellau ist ein Sinnbild für eine generelle Erfrischungskur, die sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt hat. Die Investition soll helfen, die dörfliche Struktur zu erhalten.

Regionale Lösung für Kiesbedarf

Bischofberger sieht die Ruhe in der Diskussion über den Kiesabbau am Fuß der Kanisfluh lediglich als Verschnaufpause. Die Umsetzung des neuen Standorts der Firma Rüf in Au müsse für grundsätzliche Überlegungen genützt werden. Ein großer Anteil des Kiesbedarfs entstehe außerhalb des Bregenzerwalds. Das führe zu einer unnötigen Verkehrsbelastung. Die Ressourcen am neuen Standort würden bereits in wenigen Jahren erschöpft sein. Bis dahin muss es laut Bischofberger eine regionale Lösung geben.

Das ORF Radio Vorarlberg Samstaginterview zum Nachhören. ORF-Redakteur Peter Metzler hat mit Bischofberger gesprochen.