Jugendprojektwettbewerb: Buchprojekt siegte

Im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg sind am Samstag regionale Jugendprojekte vorgestellt und prämiert worden. Der Sieg ging an das Projekt „Alte Schätze - Lebensgeschichten aus Vorarlberg“.

Der 24. Jugendprojektwettbewerb machte sichtbar, wie engagiert und aktiv Vorarlbergs junge Generation das Zusammenleben mitgestaltet. Dabei griffen die Jugendlichen verschiedenste Anliegen und Themen auf und übernahmen so Verantwortung für die Entwicklung der Gesellschaft – mit sehr kreativen Ideen und Projekten.

Die insgesamt 11 Projektteams kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen – es beteiligten sich Jugendinitiativen, offene und verbandliche Jugendarbeit, Gemeinden, Jugendorganisationen, Jugendinstitutionen sowie Vereine. Die vier besten Projekte wurden von einer Fachjury prämiert. Der erste Platz ging schließlich an das Projekt „Alte Schätze - Lebensgeschichten aus Vorarlberg“. Katharina Burtscher und 14 weitere Jugendliche haben dafür ältere Menschen besucht und ihre Geschichten in einem Buch zusammengefasst.

Insgesamt wurden am Samstag im ORF-Landesfunkhaus vier Projekte von Landeshauptmann Markus Wallner mit einem Preisgeld von insgesamt 4.500 Euro prämiert. Zudem belohnte die Wirtschaftskammer die Projektgruppen mit Gutscheine im Gesamtwert von 2.000 Euro. Neben dem Preisgeld ging es auch um den Einzug in das interregionale Finale. Dieses wird gemeinsam vom Land Vorarlberg, dem Fürstentum Liechtenstein und dem Kanton St. Gallen in Schaan in Liechtenstein durchgeführt.

Landeshauptmann Markus Wallner: „Die junge Generation in Vorarlberg übernimmt mit originellen Ideen und kreativen Projekten Verantwortung für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft. Das darf uns für die Zukunft des Landes sehr positiv stimmen“

Die prämierten Projekte:

  • 1. Platz: „Alte Schätze – Lebensgeschichten aus Vorarlberg“ (14 Jugendliche um Katharina Burtscher):
    Jugendliche haben ältere Menschen besucht und interviewt, um mehr über deren Leben zu erfahren. Aus den Antworten entstand ein Buch, das bei einer Lesung im Pflegeheim mit Musik und Kuchen präsentiert wurde. Das Buch soll die Wertschätzung gegenüber der älteren Generation zum Ausdruck bringen und wurde den interviewten Menschen als Geschenk überreicht.
  • 2. Platz: „You never know. Man kann nie wissen.“ (Offene Jugendarbeit Lauterach):
    Über verschiedene Zugänge wie Diskussionsrunden, Filmprojekte, die Methode „City Bound“ und Workshops konnten Jugendliche bei der Suche nach individuellen Identitäten unterstützt werden und andere Lebenskonzepte kennenlernen. Es wurden persönliche Pläne und Ängste besprochen, transkulturelle Kompetenzen vermittelt und Möglichkeiten der Begegnung geschaffen.
  • 3. Platz: „Musiktheater: Mord im Klassenzimmer“ (Jungmusik Frastanz):
    Das Jugend-Musiktheater von 1997 wurde in Form eines Revivals erneut aufgeführt. Mit dem komplett überarbeiteten Stück mit neuen Szenen, Videoelementen und frischem Bühnenbild kamen verschiedenste Talente der jungen Musikerinnen und Musiker zum Einsatz. Teamgeist, Spaß, Verlässlichkeit und die musikalische Qualität der Jungmusik wurden dabei ausgebaut.
  • 4. Platz: „Der RapTable“ (Offene Jugendarbeit Feldkirch):
    Eine Gruppejunger Menschen rund ums Jugendhaus Graf Hugo plant und organisiert kulturelle und musikalische Veranstaltungen für die Rap-Community. Die Serie an Events startete mit „Generations of Rap“ und „Generations of Rap presents Slammer“. Entstanden ist der RapTable vor dem Hintergrund der generationsübergreifenden Radikalisierungsprävention.