Felders Schriften sind Weltdokumenterbe

Der Nachlass von Franz Michael Felder ist am Freitag in die österreichische Liste des UNESCO-Weltdokumentenerbes aufgenommen worden. Zu Lebzeiten ist ihm eine Würdigung versagt geblieben.

Nur 30 Jahre alt ist der Schoppernauer Franz Michael Felder geworden. Zeitlebens wurde er von den konservativen Kräften im Land angefeindet, denn Genossenschaften, Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie das Rütteln an der marktbeherrschenden Stellung weniger Familien im Käsehandel war suspekt - gar umstürzlerisch. Kurz vor seinem 150. Todestag im kommenden Jahr zählen die Schriften des Bregenzerwälder Dichters, Bauers und Sozialreformers jetzt zu den wichtigsten Dokumenten Österreichs.

„Kollektives Gedächtnis der Menschen“

1997 wurden die ersten Dokumente in das National Memory of the World Register eingetragen. Aufgenommen werden wertvolle Buchbestände, Handschriften, Partituren, Unikate, Bild-, Ton- und Filmdokumente, „die das kollektive Gedächtnis der Menschen in den verschiedenen Ländern unserer Erde repräsentieren“.

Die jeweiligen Staaten verpflichten sich - wie bei den anderen Welterbe-Programmen - mit der Nominierung, für die „Erhaltung und Verfügbarkeit“ des jeweiligen dokumentarischen Erbes zu sorgen. Der Nachlass Franz Michael Felders ist eines von 59 österreichischen Dokumenten, die derzeit im Register aufgeführt sind.

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