Haunschmid zu Gast bei den Ansichten

In den „Ansichten" zu Gast ist Thomas Haunschmid, Leiter „Kommunikation“ von CARE Österreich. „Ich bin ein begeisterter sekundärer Vorarlberger“, sagt Haunschmid im Gespräch mit Johannes Schmidle.

Zu Gast bei den „Ansichten“

„Ansichten - Zu Gast bei ORF Radio Vorarlberg"
Sonntag, 29. Juli, von 11.00 bis 12.00 Uhr

„Was gibt`s Neues aus der Schule?“ So lautete die Standardfrage des Vaters beim Mittagstisch, erinnert sich Thomas Haunschmid. Der Vater unterrichtete Englisch und Deutsch am Privatgymnasium Mehrerau. Unvergesslich ist Thomas Haunschmid, wie er und seine Geschwister am Sonntagvormittag bei den zu korrigierenden Schularbeiten die Wörter zählen mussten. Die Anzahl der Wörter hob oder senkte den Fehlerquotienten. Diese Zählerei hätten sie gehasst.

„Ansichten“ zum Nachhören

Die Eltern sind keine gebürtigen Vorarlberger: der Vater ein Oberösterreicher, die Mutter Wienerin. Als studierter Ethnologe nennt sich Thomas Haunschmid einen „begeisterten sekundären Vorarlberger“. Aufgewachsen in Bregenz Vorkloster.

Ausgedehnte Reisen nach Italien, Spanien und England weckten in Thomas Haunschmid früh das Interesse für Sprachen und fremde Kulturen. Er entscheidet sich für ein Studium der Kultur- und Sozialanthropologie, im Nebenfach Afrikanistik, zudem Portugiesisch und Spanisch. 1988 macht er eine erste große Reise von Mexiko bis Kolumbien. Nach dem Studienabschluss hat er Rezensionen verfasst, gejobbt und bei einem Forschungsprojekt über eine Oasenkultur in Libyen mitgearbeitet. Ausgelöst durch eine Kubareise entwickelt er zu deren Finanzierung ein Hörfunk-Programmformat, in dem er für Ö1-Reisefeatures produziert.

Mit Familiengründung und Nachwuchs wurde Thomas Haunschmid ins richtige Erwerbsleben geschubst; er arbeitete für einen türkischen Reiseveranstalter und bekam später ein Jobangebot von CARE Österreich. Hier ist er für sämtliche Publikationen von CARE Österreich, auch für Ausstellungen, Filme sowie den Online-Auftritt zuständig. Er bereist Krisenregionen dieser Welt, besucht CARE-Mitarbeiter und Partnerorganisationen und sieht oft die „grausame“ Not von Menschen auf der Flucht, traumatisiert und auf der Suche nach Hilfe und Obdach.