Hämmerle sieht Absolute nicht in Gefahr

Ab 28. Jänner wählen die Arbeitnehmer ihre Interessensvertreter. AK-Präsident Hubert Hämmerle, Spitzenkandidat der Liste ÖAAB/FCG, setzt seinen kritischen Kurs gegenüber der Bundesregierung fort. Er ist überzeugt, die absolute Mehrheit in der Kammer halten zu können.

Seit Monaten kritisiert Hämmerle die türkis-blaue Bundesregierung: Diese rücke von christlich-sozialen Werten ab und betreibe arbeitnehmerfeindliche Politik, sagt Hämmerle im ORF Radio Vorarlberg-Interview.

Vier-Tage-Woche gefordert

Hämmerle fordert die gesetzliche Verankerung der Vier-Tage-Woche, die von der jetzigen Bundesregierung versprochen, aber im Arbeitszeitgesetz nicht verankert wurde. Wenn uns schon der 12-Stunden-Tag aufs Auge gedrückt wurde, dann soll auch die 4-Tage-Woche ins Gesetz kommen, sagt Hämmerle.

AK-Präsident Hubert Hämmerle
ÖAAB/FCG
Hämmerle hält derzeit mit 51,7 Prozent die absolute Mehrheit in der Arbeiterkammer-Vollversammlung.

Rosen für die Landesregierung

Ganz im Gegensatz zur Bundesregierung streut das ÖVP-Mitglied Hämmerle der ÖVP-geführten Landesregierung rote Rosen. In Vorarlberg sei man über alle Parteigrenzen hinweg lösungsorientiert, selbst die Wirtschaft im Land setze sich für Arbeitnehmer ein.

1.800-Euro-Mindestlohn gefordert

Hämmerle ist zuversichtlich, dass er mit seiner Liste die absolute Mehrheit halten kann. Er verspricht, weiterhin keine Parteipolitik, sondern klare Interessenspolitik zu machen. Einer seiner Hauptforderungen sei der Mindestlohn von 1.800 Euro brutto im Monat für alle Arbeitnehmer in Vollzeit, so Hämmerle im Interview.

Das gesamte Interview zum Nachhören. Gesprochen hat ORF-Redakteur Andreas Feiertag mit Hämmerle.