Drohnen für die Feuerwehr

Drohnen werden immer beliebter. In Österreich ist der Gebrauch sehr streng geregelt, aber für Rettungs-Kräfte können die kleinen Fluggeräte mit Kamera eine wichtige Unterstützung sein. Wie, das wurde am Mittwoch bei der Luftfahrt-Messe „Aero“ in Friedrichshafen gezeigt.

Ein mögliches Einsatzgebiet sind Unfälle am Bodensee. Gerät etwa ein Boot in Seenot und verliert sogar Treibstoff - so die Übungsannahme am Mittwoch - ist Eile angesagt, denn der Bodensee ist ein wichtiger Trinkwasserspeicher.

Drohne im Übungseinsatz

Im Beitrag von Michael Eiden (SWR) sehen Sie Kreisbrandmeister Henning Nöh und Drohnenexperte Jens Rosenow. („V heute“, 5.4.17)

„Um schnell erkunden zu können und dann auch Maßnahmen schon abzustimmen und vorzuentscheiden, da wäre die Drohnentechnik mit ihren bewegten Bildern sehr hilfreich“, erklärt der Kreisbrandmeister des Bodenseekreises, Henning Nöh: Gibt es Verletzte? Wie viel Öl ist ausgelaufen?

Noch gibt es Entwicklungsbedarf

Mit diesen Informationen könnten die Feuerwehrleute an Land schneller eingreifen, etwa mit einer Ölsperre. Eine Drohne köntne die Informationen schneller als ein Polizeihubschrauber, doch die sensible Technik steckt noch in den Kinderschuhen, zum Beispiel macht der Akku oft zu früh schlapp.

Es gibt damit noch genug Entwicklungsbedarf. Zu kompliziert dürfen die unbemannten Flieger für einen Einsatz bei einem Unfall allerdings nicht werden: „Wir können keine Drohnen gebrauchen, wo wir noch zwei Stunden Vorbereitungszeit haben oder wo die Ausbildung sehr umfangreich sein muss“, gibt Henning Nöh zu bedenken.