Leben mit Parkinson

Parkinson ist eine langsam fortschreitende, neurologische Erkrankung. Typisches Symptom ist das Muskelzittern, auch „Tremor“ genannt. „Vorarlberg heute“ zeigt, wie Betroffene mit der Krankheit leben.

Sendungshinweis:

„Vorarlberg heute“, 17.4.2013

Der amerikanische Schauspieler Michael J. Fox, selbst an Parkinson erkrankt, sagte einmal: „Parkinson ist eine Krankheit, die viel Humor braucht!“. In Vorarlberg leiden zirka 800 Menschen an dieser Krankheit und es werden durch die steigende Lebenserwartung immer mehr. Die Ursachen von Parkinson sind weitgehend unbekannt.

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Im Video zu sehen:Anja Zangerl (Neurologin, LKH Feldkirch), Hedwig Berchtold (Parkinson-Patientin), Traudl Grabherr (Ehefrau von Georg Grabherr, der an Parkinson leidet), Georg Grabherr (Botaniker und Ökologe, Parkinson-Betroffener), Philipp Werner (Neurologe, LKH Feldkirch); Beitrag von Theresia Bilgeri, Götz Wagner, Alex Rauch

Die Beweglichkeit, Feinmotorik und Fingerfertigkeit von Parkinson-Betroffenen kann bei neurologischen Untersuchungen festgestellt werden. Dadurch wird ein Gesamtbild der Erkrankung sichtbar, was für die Einschätzung und weitere Therapie hilfreich ist, weiß Anja Zangerl, Neurologin am LKH Feldkirch.

Krankheit greift in Hirnstoffwechsel ein

Botaniker und Ökologe Georg Grabherr, Träger des Vorarlberger Wissenschaftspreises 2012 und 2013, leidet seit fünf Jahren an Parkinson. Er und seine Frau Traudl sehen die Krankheit pragmatisch. Eine Krankheit, die in den Hirnstoffwechsel eingreife, mache zunächst Angst, erzählt Traudl Grabherr. Jetzt habe sich die Situation aber eigentlich sehr entschärft - nur Autofahren gehe halt nicht.

Georg Grabherr erachtet es als wichtig, dass man einsieht: Jeder Tag ist eine neue Herausforderung mit eigenen Fragen und neuen Aspekten.

Keine Heilung, aber Linderung möglich

Neurologen können Veränderungen im Gehirn mittels Ultraschall erkennen. Die Ursachen der Parkinson-Erkrankungen sind bei 75 Prozent der Patienten unklar. Zu zehn Prozent ist die Krankheit genetisch bedingt, ganz selten ist sie auf Umwelteinflüsse zurückzuführen. Parkinson kann nicht geheilt werden, erläutert Philipp Werner, Neurologe am LKH Feldkirch. Man könne die Krankheit jedoch lindern und die Symptomatik deutlich verbessern - mit Medikamenten und Physiotherapien zum Beispiel.

Die Erfahrung von Georg Grabherr ist: Man lernt dazu - das helfe aber nichts, weil die nächste Lebensphase wieder seine eigenen Qualitäten und Probleme habe. Dafür sei man nicht vorbereitet - denn man sei nie vorbereitet, das ganze Leben lang. Und das, so glaube er, sei eine ganz wichtige Erkenntnis.