Freiwillige statt Zivis: Positive Bilanz

Vor einem Jahr wurde auch in Deutschland die Frage gestellt, ob das Sozialsystem ohne Zivildiener noch funktioniert. Denn der Zivildienst wurde mit der Wehrpflicht abgeschafft. Ein Lokalaugenschein in Lindau hat gezeigt: Das neue System ist etwas teurer, aber es funktioniert.

Nach dem Wegfall der Wehrpflicht und des Wehrersatzdienstes - also des Zivildienstes - stehen in Deutschland zwei Modelle zur Auswahl: Das schon etablierte Freiwillige Soziale Jahr und der im vergangenen Jahr neu geschaffene Bundesfreiwilligendienst. Für die vorhandenen Stellen gebe es mehr als doppelt so viele Bewerber, heißt es aus Lindau.

Deutlich mehr Bewerber als Stellen

Das Freiwillig soziale Jahr gab es schon, bevor im Juli 2011 der Zivildienst abgeschafft wurde. Die sogenannten „Bufdis“ ersetzen im Bundesfreiwilligendienst nun die ehemaligen Zivildiener. Bundesweit wurden 35.000 Stellen geschaffen, Bewerber gab es im ersten Jahr doppelt so viele.

Grundsätzlich steht das soziale Engagement allen offen, die älter als 16 Jahre alt sind. In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst ein Jahr, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. Bei beiden Modellen bekommt man 370 Euro im Monat und ist versichert.

Lindauer Rotes Kreuz: System funktioniert

In Lindau arbeiten beim Roten Kreuz und in Altersheimen der Stadt Vertreter beider Systeme. Insgesamt sei das neue Modell etwas teurer als es die alten Zivis waren, heißt es, das Systems funktioniere aber nach Anlaufschwierigkeiten recht gut.

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Video: „Vorarlberg heute“-Beitrag von Stefan Krobath, Manfred Abel (Kamera) und Ingo Hammerer (Schnitt).