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Bürgerforum |
06.02.2006 |
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Große Zustimmung für Projekt Mellau-Damüls
Eine gegen alle hieß das Match beim Radio-Vorarlberg-Bürgerforum in Mellau. Der Zusammenschluss der Skigebiete Mellau und Damüls wurde von allen befürwortet. Naturschutzanwältin Katharina Lins stand auf verlorenem Posten.
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Tennishalle bis auf den letzten Platz gefüllt
Die Tennishalle in Mellau war Montagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Über 400 Interessierte beobachteten die Diskussion. Am Podium waren Wirtschaftslandesrat Manfred Rein (ÖVP), der Unternehmensberater Riet Theus, Naturschutzanwältin Katharina Lins, Michael Manhart von den Seilbahnen Lech und der Vorarlberg-Tourismus-Direktor Christian Schützinger.
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 (v.l.n.r.) Vorarlberg-Tourismus-Direktor Christian Schützinger, Michael Manhart von den Seilbahnen Lech, Moderator Adi Fischer, Naturschutzanwältin Katharina Lins, Wirtschaftslandesrat Manfred Rein, Unternehmensberater Riet Theus
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 Touristik-Unternehmensberater Riet Theus |
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Theus: Große Chance für die Region
Das Pro für den Zusammenschluss Mellau-Damüls war nicht zu überhören. Für den Schweizer Touristik-Unternehmensberater Riet Theus ist der Zusammenschluss eine große Chance für die Region. In Vorarlberg gebe es derzeit eigentlich nur zwei Skigebiete - nämlich Lech/Zürs und das Montafon - und dann lange nichts, so Theus.
Wichtig sei nicht die Förderleistung der Seilbahnen, sondern wie viele Leute haben Platz in einem Skigebiet. Außerdem wünsche sich der Gast größere Skigebiete, so Theus.
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Attraktivität der Skigebiete steigern
Derselben Meinung ist auch der Vorarlberg-Tourismus-Direktor Christian Schützinger. Der Erfolg hänge von der Attraktivität der Skigebiete ab. Vorarlberg habe einen hohen Standard, aber auch die Mitbewerber entwickeln sich weiter, so Schützinger.
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 Seilbahnunternehmer Michael Manhart |
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Eingriff in die Natur ist zu verkraften
Für den Seilbahnunternehmer Michael Manhart ist der Eingriff in die Natur zu verkraften. Schon bei der Beschneiung haben die Grünen gewettert, meint Manhart. Und heutzutage seien die Bauern sogar froh, wenn beschneit werde. Dann wachse das Gras viel besser.
Manhart ist neben dem Zusammenschluss Mellau-Damüls auch für die Verbindung von Lech und Warth. Die Skigebiete müssen vergrößert werden, damit wir auch mit den ausländischen Mitbewerbern konkurrieren können, sagt Manhart.
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Für Landesrat Manfred Rein haben die Projekte Mellau-Damüls und Diedamskopf Vorrang. Die Verbindung Lech-Warth habe derzeit keine Priorität, so Rein.
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Manhart für Ruhezonen
Seilbahnunternehmer Manhart hat auch in seiner Funktion als Landesjägermeister keine Bedenken. Es müssen nur genügend Ruhezonen für das Wild ausgewiesen werden, sagt Manhart.
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 Wirtschaftslandesrat Manfred Rein |
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Der Winter bringts
Wirtschaftslandesrat Manfred Rein (ÖVP) ist ein ausgewiesener Befürworter des Projektes Mellau-Damüls. Der Zusammenschluss sei für die Region äußerst wichtig. Die Wertschöpfung müsse im Winter gemacht werden. Vorarlberg hat nun mal kein Meer und auch keinen Strand, so Rein.
Das sieht auch Helmut Blank vom Tourismusverband Bregenzerwald so. Wir brauchen einen guten Winter, damit auch der Sommer für Touristen attraktiv ist, sagt Blank. Das sehe man auch am Beispiel BregenzerwaldCard. Wir können uns die Karte nur leisten weil der Winter so gut läuft.
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 Naturschutzanwältin Katharina Lins |
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Lins hatte einen schweren Stand
Schwer hatte es Naturschutzanwältin Katharina Lins am Podium. Sie war die Einzige, die gegen den Zusammenschluss von Skigebieten ist. Für Lins ist der Verbindung Mellau-Damüls ein schwerer Eingriff in die Natur. Es müsse einfach Grenzen geben. Lifte allein können nicht die Probleme einer Region beheben, so Lins.
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Verkehrszunahme durch Zusammenschluss
Rückendeckung erhielt Lins von der grünen Landtagsabgeordneten Katharina Wiesflecker. Sie brachte auch das Thema Verkehr ins Spiel. Laut Wiesflecker würde es durch den Zusammenschluss zu einer Verkehrszunahme an neuralgischen Punkten von bis zu 20 Prozent kommen.
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 Tourismus-Direktor Christian Schützinger |
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Lenkungsmaßnahmen werden angedacht
Schützinger wies daraufhin, dass auch von Seiten des Tourismus bereist über Lenkungsmaßnahmen nachgedacht werde. Vor allem die zeitliche Staffelung des Verkehrs.
In Lech gibt es in dieser Hinsicht keine Probleme, sagt Manhart. Dort gebe es ein berechnetes Limit von 14.000 Skifahrern und dann wird einfach dicht gemacht.
Für Theus ist es ganz klar: Es gibt keinen Tourismus ohne Verkehr. Wichtig sei es aber, die Parkplätze stufenweise zu entleeren.
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Mellau-Damüs
Man wird sehen - wie lange es dauert bis der Zusammenschluss Mellau-Damüls zu Stande kommt. Die Bezirkshauptmannschaft ist am Zug, bei einem positiven Bescheid kann dann noch die Naturschutzanwältin Katharina Lins Einspruch erheben.
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vorarlberg.ORF.at; 6.2.06
Immer mehr und immer schneller: Während die Zahl der Lifte und Seilbahnen in Vorarlberg in den letzten Jahren sank, ist die Kapazität der bestehenden Anlagen weiter gewachsen und hat sich in den letzten 50 Jahren verzehnfacht.
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