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SA | 21.11.2009
Kinder lesen (Bild: ORF)
alternativer unterricht
Zulauf zu privat organisierten Schulen
Immer mehr Eltern geben ihre Kinder in privat organisierte Schulen. Sie erwarten sich davon, dass die Stärken der Kinder und ihre soziale Kompetenz gefördert werden. Das hat jedoch auch ihren Preis. Die Kosten betragen rund 3.500 Euro jährlich.
Keine Schulpflicht, aber Unterrichtspflicht
In Österreich gibt es keine Schulpflicht, sondern nur eine Unterrichtspflicht. Laut Schulbehörden findet in privaten Schulen ein häuslicher Unterricht statt.
Eigener Lern-Fahrplan für jedes Kind
In Vorarlberg gibt es beispielsweise die Reformschule in Dornbirn oder die Schulstube in Höchst. Ein klassischer Unterricht findet in diesen Schulen nicht statt.

Während ein Kind rechnet, lernt ein anderes lesen oder schreiben oder macht eine Pause. Dahinter stecke ein System, so Sonja Walser von der Reformschule Dornbirn. Jedes Kind hätte seinen eigenen Lern-Fahrplan.
Eigenverantwortung und Teamfähigkeit
Gerade in einem offenen Unterricht würden Kinder Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung lernen, so die Initiatorinnen der Schulstube Höchst, Sabine Cappello und Bettina Forster.

Die Kinder würden gegenseitig voneinander lernen, auch Teamfähigkeit und soziale Kompetenz.
Externisten-Prüfung
Die Kinder lernen nach dem österreichischen Schulsystem. Am Ende des Schuljahres müssen sie eine Externisten-Prüfung ablegen.
Eltern müssen zahlen
Für diese privaten Schulen müssen die Eltern bezahlen. Die Schulstube Höchst kostet 250 Euro, die Reformschule Dornbirn 350 Euro – und zwar zwölf Mal im Jahr.
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