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MI | 10.02.2010
Klassenzimmer (Bild: ORF.at/Carina Kainz)
politik
Grüne und ÖVP streiten weiter um Mittelschule
Die Auseinandersetzung zwischen Grünen und ÖVP zum Mittelschul-Versuch hat sich auch am Mittwoch im Landtag fortgesetzt. Schullandesrat Siegmund Stemer (ÖVP) bezeichnete die "Neue Mittelschule" als Einstieg "in eine bessere Schule".
Siegmund Stemer (Bild: ORF)
Siegmund Stemer
"Bester Weg unter gegebenen Umständen"
Im Landtag forderten die Grünen erneut eine klare Antwort auf ihre Frage, ob am Ende des Projekts "Neue Mittelschule" die gemeinsame Schule für alle Zehn- bis 14-Jährige stehe.

Stemer bezeichnete die "Neue Mittelschule" als Einstieg "in eine bessere Schule" und räumte am Ende seiner Ausführungen ein: "Dass Sie meine Antwort nicht befriedigt, kann ich mir vorstellen".

Stemer betonte, dass der gestartete Versuch große positive Auswirkungen auf andere Schulformen zeigen werde. Man gehe den Weg der "Neuen Mittelschule", weil er unter den gegebenen Voraussetzungen der beste sei.
Johannes Rauch (Bild: ORF)
Johannes Rauch
"Vorarlberg als Modellregion positionieren"
Wie Stemer unter den gegebenen Umständen das umsetzen wolle, was er in Überschriften propagiere, fragte der Grüne Landesrat Klubobmann Johannes Rauch. Explizit verwies er auf das geltende Dienstrecht, das bestehende Gehaltssystem und die Ausbildung der Lehrer.

Rauch appellierte an Stemer, die Gelegenheit zu nutzen und Vorarlberg in Sachen Mittelschule als Modellregion zu positionieren.
"Walser war selbst in Arbeitsgruppe dabei"
ÖVP-Klubobmann Rainer Gögele und FPÖ-Bildungssprecherin schossen sich auf den Bildungssprecher der Grünen im Nationalrat, Harald Walser, ein. Dieser hat das Projekt der Vorarlberger Mittelschule wiederholt scharf kritisiert.

Walser habe sich vor seinem politischen Engagement als Direktor eines Gymnasiums selbst in einer Arbeitsgruppe zur Mittelschule engagiert, erklärten Gögele und Benzer.
Walser, Grüne (Bild: ORF)
Harald Walser
"Rücktritt nach wenigen Monaten"
Walser entgegnete in einer Aussendung, er habe anfangs in der Arbeitsgruppe mitgearbeitet, die Wege finden sollte, die Entscheidung über die Bildungslaufbahn auf das 14. Lebensjahr nach hinten zu verschieben.

Nach wenigen Monaten sei für ihn klar gewesen, dass so ein Modell nicht verwirklicht werden könne. Deshalb habe er zu diesem Zeitpunkt gegenüber dem Landesschulinspektor seinen Rücktritt erklärt.
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