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Gesundheit |
30.07.2008 |
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Durch Ziegenkäse an FSME erkrankt
Drei Vorarlberger aus derselben Familie haben sich mit FSME-Viren infiziert. Als einzige mögliche Erklärung sehen Experten, dass sich die drei durch den Verzehr eines selbst hergestellten Ziegenkäses angesteckt haben.
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"Keine Gefahr für Bevölkerung"
Bei den Erkrankten handelt es sich um einen Alphirten aus dem Walgau und dessen Schwiegereltern. Der konsumierte Käse sei nie im Handel gewesen und nur von der Familie verzehrt worden, so der Leiter der Lebensmitteluntersuchungsanstalt, Bernhard Zainer. Angst, sich durch im Handel befindliche Ware zu infizieren, sei daher nicht angebracht.
Auch Landesstatthalter Gesundheitsreferent Markus Wallner (ÖVP) gibt Entwarnung: "Der Verzehr von pasteurisierten Rohmilchprodukten ist völlig unbedenklich." Die Wahrscheinlichkeit, dass noch weitere Frischkäse mit dem FSME-Erreger verseucht sind, sei äußerst gering, so Wallner.
Dennoch sind laut Zainer sofort Proben des verzehrten Ziegenkäses gezogen worden, die derzeit in Wien genetisch untersucht werden. Die Ergebnisse der Untersuchung sollten bis Ende der Woche vorliegen.
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Möglicher Ablauf der Virenübertragung
Laut Zainer könnte eine Virenübertragung vom Tier auf den Menschen folgendermaßen abgelaufen sein: "Die Ziege hat das Virenmaterial im Blut getragen, von wo es über die Euter in die Milch gelangt ist. Über Rohmilch oder Frischkäse mit geringer Reifedauer wurden die Viren dann durch Verzehr vom Menschen übernommen."
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Ansteckungsgefahr geringer als Lottosechser
Die Wahrscheinlichkeit, sich durch Rohmilchprodukte von kleinen Wiederkäuern wie Ziegen zu infizieren, sei hierzulande geringer als ein Lottosechser, sagt Neurologe Phillipp Werner vom Krankenhaus Rankweil.
In Vorarlberg habe es das noch nie gegeben, aber in baltischen Staaten seien ähnliche Fälle beschrieben worden, so Werner. Deshalb sei es auch hier - zumindest theoretisch – möglich.
Bei Hirnhautentzündung werden die Symptome wie Fieber und Schmerzen bekämpft. In 99 Prozent der Fälle könne sie ganz austherapiert werden, so Werner.
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Patienten auf dem Weg der Besserung
Der Alphirte und seine Schwiegereltern sind laut Werner bereits auf dem Weg der Besserung. Die Schwiegermutter konnte sogar schon aus dem Spital entlassen werden.
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vorarlberg.ORF.at; 28.7.08
Die Zeckengefahr in Vorarlberg sei sehr gering, so Elmar Bechter von der Landessanitätsabteilung. Heuer hat sich bisher eine Person in Vorarlberg mit der "Zeckenkrankheit" FSME angesteckt.
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