Wallner wechselt Beruf: „Will wieder echter Schwarzer sein!“

Sechs Jahre nach seinem Amtsantritt hat Landeshauptmann Markus Wallner am Dienstag völlig überraschend das Handtuch geworfen. Er wird zukünftig als Schornsteinfeger unterwegs sein. Die Begründung: Er wolle endlich wieder richtig schwarz sein.

Sendehinweis:

„Der Vormittag“, 13.2.2018, ORF Radio Vorarlberg

Landeshauptmann Wallner hat von den türkisen Phantastereien seines Bundesparteiobmanns offensichtlich die Nase voll. Am Dienstag präsentierte er sich erstmals als Schornsteinfeger der Öffentlichkeit. Er wolle endlich wieder ein echter Schwarzer sein, so seine Begründung. Außerdem brächten Schornsteinfeger bekanntlich Glück. Das hat der Landeshauptmann auch bitter nötig, hatten ihm Beobachter doch zuletzt wiederholt „glückloses Agieren“ vorgeworfen.

Ausnahmezustand im Landhaus

Landesrat Johannes Rauch machte umgehend klar, ohne Wallner nicht mehr weitermachen zu wollen. „Wallner war das Yin zu meinem Yang“, so der Grüne Landeschef. Ohne den Regierungspartner wisse er nicht mehr, gegen wen oder was er sein soll. Rauch will zukünftig seiner Leidenschaft für die Öffis frönen. Nach seiner Politkarriere will er als Fahrdienstleiter anheuern: „Dann kann ich mir das Geld für das 365-Euro-Jahresticket sparen, hihi“.

Die Bregenzer Faschingsnarren erklärten am Dienstag umgehend den Ausnahmezustand und übernahmen die Macht im Landhaus. Die übrigen Regierungsmitglieder leisteten kaum Widerstand. „Ich hatte schon vorher nichts zu sagen - was für einen Unterschied macht das jetzt schon?“, sagte ein schwarzes Regierungsmitglied, das ungenannt bleiben will.

Ritsch will’s nochmal wissen

Mit dem gegenwärtigen Zustand nicht abfinden will sich Michael Ritsch. Der revolutionäre Geist hat schon vor Jahren die Untergrund-Organisation „Gartenzwerge-Guerilla“ ins Leben gerufen. Alle Mitglieder verschwanden 2014 spurlos über Nacht. Kurz darauf verschwand auch die Hälfte der sozialdemokratischen Wählerschaft. „Das kann kein Zufall gewesen sein“, meint Ritsch noch heute.

Durch die Narreteien im Landhaus angestachelt, hat Ritsch seine Untergrundorganisation jetzt unter dem Namen „Sozialdemokratisches Wahnsinnsregierungs-Abwehr-Team“, kurz S.W.A.T., neu belebt. Das erklärte Ziel: „Dasselbe was die SPÖ seit 1945 anstrebt - die Macht der Schwarzen endlich brechen und selbst den Landeshauptmann stellen.“