SPÖ-Urgestein: Herbert Pruner in den „Ansichten“

Zu Gast in den „Ansichten“ von Radio Vorarlberg ist das Bregenzer SPÖ-Urgestein Herbert Pruner. Deutliche Worte findet Pruner über seine Partei, die ein klareres Profil der sozialdemokratischen Grundwerte brauche. Eine Koalition mit der FPÖ auf Bundesebene bezeichnet er als Katastrophe.

„Ansichten“ - zu Gast bei ORF Radio Vorarlberg
Sonntag, 30. April 2017, 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Montag, 1. Mai 2017, 21.00 Uhr bis 22.00 Uhr (WH)

Streit nennt Herbert Pruner als einen der Hauptgründe für den Absturz der SPÖ auf 8,77 Prozent bei der letzten Landtagswahl. Nur ein klareres Profil der sozialdemokratischen Grundwerte könne seiner Partei wieder einen Aufschwung bringen. Eine Annäherung bzw. gar eine Koalition der SPÖ mit der FPÖ auf Bundesebene wäre für Herbert Pruner eine Katastrophe. Solidarität und Gerechtigkeit seien politischen Leitlinien, sagt Herbert Pruner, der Gast bei Johannes Schmidle ist.

Der Bregenzer Ex-Kulturstadtrat und ehemalige AMS-Geschäftsstellenleiter ist ein in der Wolle gefärbter SPÖ-ler: Er ist in „roter Luft“ aufgewachsen. Ein Urgroßvater, die Großeltern und beide Elternteile waren in der SPÖ politisch beheimatet und übten in diversen SPÖ-nahen Organisationen Funktionen aus.

Bewegende Geschichte des Großvaters

Samuel Spindler war Herbert Pruners Großvater mütterlicherseits. Man hat „dem Juden“, der zu den Protestanten konvertierte und für die SPÖ im Bregenzer Gemeindeausschuss saß, der in der Arbeiterkammer und Sekretär der Textilgewerkschaft war, das Leben ungemein schwer gemacht. Zuerst von christlich-sozialer Seite und später wurde er von den Nazis bis aufs Blut angefeindet. Bevor er ins KZ deportiert werden sollte, nahm sich Samuel Spindler das Leben. Eine Lebensgeschichte, die die gesamte Familie prägte.