„Ansichten“ mit Gregor Hoch

Zu Gast in den „Ansichten“ ist Gregor Hoch, Landessprecher der Vorarlberger und Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung. Sein Motto lautet: „Man arbeitet um zu leben und nicht umgekehrt“.

Als „Profi- Gastgeber“ hat Hoch über den Sommer 16 Kriegsflüchtlinge in Lech beherbergt, eine spannende Erfahrung, wie er anmerkt. Man sei es gewohnt Menschen aus aller Herren Länder zu begrüßen, deshalb habe man keine allzu große Hemmung im Umgang mit ihnen gespürt.

Sendehinweis:

„Ansichten", 29.11.2015, 11.00 bis 12.00 Uhr, ORF Radio Vorarlberg
30.11.2015, 21.00 bis 22.00 Uhr (WH)

Es sei aus dem Bewusstsein geboren worden, dass man etwas für das große Ganze der Gesellschaft habe tun wollen. Er habe bei den Flüchtlingen ein großes Spektrum an Bewältigungsstrategien erlebt. Die einen seien ob ihrer Erlebnisse schwer traumatisiert, andere wiederum könnten ihr „Lebens-Paket“ besser bewältigen, merkt Hoch an.

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Von New York nach Hongkong

Dass er irgendwann direkt in die beruflichen Fußstapfen der Eltern treten wird, sei keine ausgemachte Sache gewesen. Er studierte neben Betriebswirtschaft auch Astronomie, Technische Mathematik und Theaterwissenschaften. Er bekam die Chance für ein Studium in New York City und arbeitete anschließend in Hongkong. Das seien zwei Lebenserfahrungen gewesen, die er nicht missen möchte, schwärmt Gregor Hoch.

Über Ferienjobs als Koch und Kellner in anderen Hotels und Gastronomiebetrieben sei das Interesse am Hotel- und Gastronomiegewerbe gewachsen. Im Jahr 2004 übernahm Gregor Hoch von seinen Eltern das Hotel Sonnenburg in Oberlech, ein Haus mit 75 MitarbeiterInnen. Auf die Frage, was es bedeute, ein Hotel im Kreise der eigenen Familien zu führen, meint Hoch, dass die genaue Aufteilung der Aufgaben zwischen den einzelnen Familienmitgliedern wichtig sei, denn sonst könne sich an diesem Punkt enormer Gesprächsbedarf entwickeln, der ohnedies in einem Gastronomiebetrieb gegeben sei; mit Gästen, mit dem Personal und mit der Führungscrew.

Die österreichische Hotellerie müsse den weltweiten Vergleich nicht scheuen, weil wir in bestimmten Bereichen ganz Spezielles gut können, sagt Gregor Hoch. Das sei das Winterprodukt, das Österreich anbiete mit den Bergen, dem Naturerlebnis und dem Skifahren, das andere sei das Preis-Leistungsverhältnis und es gebe eine riesige Dichte an Hotels, die gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die regionale Wirtschaft leiste.